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Smartphones Honor 7, Mate S und Mediapad X2 von Huawei im Test

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Huawei geht in die Offensive. Wir vergleichen drei neue Smartphones in verschiedenen Baugrößen. Ein gemeinsamer Pluspunkt ist das angepasste Android namens „Emui“.

Die Chinesen drängen mit gunstigen Android-Geräten in den europäischen Smartphone-Markt. Wir haben uns drei neue Produkte von Huawei angesehen, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Zwei Modelle der Mutter und eines der Tochtermarke Honor, die eigenständig agiert und beim Vertrieb der Produkte ausschließlich aufs Internet setzt. Das Mediapad X2 von Huawei fällt sofort aus dem Rahmen, nämlich mit seiner schieren Große. Angesichts der Displaydiagonale von 17,8 Zentimeter sind typische Smartphone-Maße klar uberschritten, man hält eher ein Mini-Tablet in der Hand. Aber das Mediapad X2 ist deutlich kleiner als beispielsweise ein iPad Mini. Man kann es inklusive Telefonie wie ein Smartphone nutzen, und es passt mit Ach und Krach in die Sakkotasche.

Die beiden Smartphones in Normalgroße sind das Honor 7, das seit August erhältlich ist, und das brandneue Mate S von Huawei. Honor 7 und Mediapad X2 kosten mit 16 Gigabyte Speicher rund 350 Euro. Das Mate S ist hingegen der erste Vorstoß der Chinesen in die Hochpreisliga: Hier sind 650 Euro fur die Basisversion mit 32 Gigabyte Speicher aufgerufen. Das Honor 7 und das Mate S weisen mit einer Displaydiagonale von 13,2 und 14 Zentimeter typische Smartphone-Abmessungen auf. Die Anzeige aller drei Geräte lost mit jeweils 1920 – 1080 Pixel auf. Indes sind Unterschiede zwischen der Anzeige des Mediapad X2 und des Honor 7 auf der einen Seite und der des teuren Mate S auf der anderen sofort sichtbar: Die Amoled-Technik des Mate S hat einen verbluffend hohen Kontrast (2100:1). Hier konnen die beiden konventionellen Flussigkristallanzeigen nicht mithalten. Alle drei Displays bieten eine Helligkeit von bis zu 500 Candela je Quadratmeter, so dass auch im Freien eine gute Ablesbarkeit gegeben ist.

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Vergleicht man die beiden kleinen Modelle, muss das Mate S seinen deutlich hoheren Kaufpreis rechtfertigen. Das tut es nicht nur mit Amoled, sondern auch mit der schlanken Bauform, hochwertiger Verarbeitung, präzisem Schliff und exzellenter Materialanmutung. Der Luxus ist durchaus spurbar. Das Honor 7 wiederum wirkt mit einer Dicke von 8,5 Millimeter etwas moppelig. Allerdings fuhlt sich auch dieses gunstige Gerät solide an, der Aluminium-Rahmen trägt dazu bei.

Statt eines Home-Buttons auf der Vorderseite haben beide Smartphones eine Sensorfläche mit biometrischem Fingerabdruckscanner auf der Ruckseite. Die etwas ungewohnliche Belegung hat den Vorteil, dass man das Gerät mit einem Griff in die Hand nimmt und entsperrt. Die Sensorik mitsamt Software funktioniert bestens. Ferner kann man mit Fingerbewegungen auf der Sensorfläche weitere Funktionen aufrufen, zum Beispiel erhaltene Push-Meldungen durch einen Fingerstreich nach unten einblenden.

Alle drei Geräte ließen in ihrem Arbeitstempo nichts zu wunschen ubrig, es ist jeweils ein Achtkernprozessor eingebaut, der bei den kleineren Geräten auf drei Gigabyte Arbeitsspeicher zuruckgreift, das Mediapad X2 hat nur zwei. LTE sorgt fur flottes Surftempo in den Mobilfunknetzen, aber fur zu Hause im W-Lan beachte man, dass nicht alle W-Lan-Standards und -Frequenzen genutzt werden. Dafur sind zwei der Kandidaten fit fur zwei Sim-Karten. Das Mediapad X2 hat einen Schacht fur eine Micro-Sim und einen weiteren, der sich wahlweise zur Aufnahme einer Nano-Sim oder Micro-SD-Speicherkarte eignet. Beim Honor 7 ist mehr Fummelei angesagt: Hier bietet ein Schlitten zwei Halterungen, die sich wahlweise mit zwei Nano-Sim-Karten oder mit Mobilfunk- und Speicherkarte bestucken lassen.