Microsoft bringt Office 2016 für den PC und Mac. Word, Excel, Powerpoint, Outlook und Konsorten wirken eher ausgereift als überraschend neu. Die Internetanbindung wird ein funktioneller Bestandteil.
Office 2016 zeigt, dass mehr als ein Vierteljahrhundert Produkterfahrung darin steckt: Word, Excel, Powerpoint, Outlook und Konsorten wirken eher ausgereift als uberraschend neu. Das hat auch sein Gutes, konnen doch vorhandene Add-Ins und Makros weiter benutzt werden. Den symbolbestuckten Menubändern bleibt Microsoft treu, bietet aber Alternativen zum blendweißen Office-Fenster der letzten Version. Der Anwender kann nun die Office-Fenster im dunklen Grau- oder im helleren Bunt-Modus augenfreundlich einfärben.
Das Menuband ergänzt ein Bedienassistent namens „Tell Me“, mit dem sich Funktionen ohne Suche finden lassen. Ins Tell-Me-Eingabefeld – gekennzeichnet mit einer Gluhbirne – tippt man einfach ein Stichwort ein, beispielsweise in Excel 2016: „Prognose“. Dann genugt ohne umständliche Erklärungen ein Klick, um beispielsweise das Prognoseblatt zu offnen. Bei der neuen Prognosefunktion werden Trends auf der Basis von historischen, zeitbasierten Daten berechnet. Weitere neue Diagrammtypen von Excel setzen finanzielle und hierarchische Informationen um.
Office 2016 gibt sich durchgängig Muhe, dem Anwender zu assistieren. So lassen sich mit der Funktion „Intelligente Suche“ zu markierten Begriffen Erklärungen und Definitionen aus dem Internet aufrufen, die im Seitenbereich des Office-Fensters gezeigt werden. Outlook hilft beim E-Mail-Versand mit Anhang, indem die zuletzt bearbeiteten Dokumente zur Anlage im Dropdown-Menu gelistet werden. Die Auswahl reduziert sich meist auf einen Klick auf den Dateinamen. Das erubrigt dann die Maus-Wanderung durch Dateiordner. Dateien, die auf Onedrive (Microsofts hauseigener Online-Ordner) oder Sharepoint gespeichert wurden, werden automatisch als Link mit der Mail verknupft.
Die Cloud macht es in Office 2016 auch möglich, Dokumente über Onedrive oder Sharepoint in Echtzeit gemeinsam zu bearbeiten
Das hält die Mails klein und den Dateizugriff aktuell. Einstellen kann der Versender zudem, ob der Empfänger das Dokument bearbeiten oder nur anzeigen darf. Das Pendant dieser Funktion, Cloud-Dateien fur Kontakte freizugeben, ist auch direkt in die Office-Anwendungen integriert, so dass sich Dokumente ohne Umweg teilen lassen.
In Echtzeit gemeinsam zu bearbeiten
Die Cloud macht es in Office 2016 auch moglich, Dokumente uber Onedrive oder Sharepoint in Echtzeit gemeinsam zu bearbeiten. Während Anwender zusammen am Online-Dokument arbeiten, sieht man die änderungen durch kleine Namensfähnchen gekennzeichnet, just da, wo der andere gerade tippt.
Outlook hilft beim E-Mail-Versand mit Anhang, indem die zuletzt bearbeiteten Dokumente zur Anlage im Dropdown-Menü gelistet werden
Im Zusammenhang mit vielen Anwen-dern, die aufs gleiche Dokument zugreifen, ist die verbesserte Versionshistorie wichtig, mit der sich ältere Bearbeitungszustände wiederherstellen lassen. Ebenfalls eher dem beruflichen Einsatz vorbehalten sind einige andere Funktionen wie das flexible Update-Management, das durch die Trennung von Sicherheitsupdates und Funktionsupdates bei der Verwaltung hilft und den Datenfluss reduziert. Außerdem lässt sich kontrollieren, welche mobilen Geräte auf Office-365-Daten zugreifen durfen und mit welchen Rechten der Zugriff erfolgt.
Abonnenten von Office 365 erhalten automatisch ein Update
Da Microsoft die Veroffentlichung der Mac-Version von Office 365 schon vorgezogen hat, sind manchem Mac-Nutzer die neuen Funktionen bekannt. Im Laufe des heutigen Tages ziehen nun die Windows-Versionen von Office gleich. Abonnenten von Office 365 erhalten automatisch ein Update, das im jährlichen Abo-Preis von 99 Euro enthalten ist.
Anders sieht es mit den Dauerlizenzen von Office 2016 fur Windows und Mac aus. Sie kamen an diesem Mittwoch in die Läden und kosten in der Version Office Home & Student 140 Euro und fur den geschäftlichen Einsatz als Office Home & Business gut 100 Euro mehr.
