Der Mount McKinley heißt jetzt wieder Denali – so wie die Ureinwohner Alaskas den Berg nennen. Doch nicht überall in den Vereinigten Staaten stößt der Schritt auf Zustimmung.
Nordamerikas hochster Berg heißt kunftig wieder Denali. Kurz vor seiner Reise nach Alaska hat Präsident Barack Obama die seit Jahrzehnten von dem Staat geforderte Umbenennung offiziell durchgesetzt. Der ursprungliche Name der Athabasken-Indianer ist in Alaska seit Jahrzehnten amtlich und praktisch jeder, ob von Einheimischen oder Europäern abstammend, nutzt ihn. Im Rest der Vereinigten Staaten war die offizielle Bezeichnung aber seit mehr als 100 Jahren Mount McKinley.
„Heiliger Status fur Ureinwohner“
„Dieser Namenswechsel berucksichtigt den heiligen Status des Denali fur viele Ureinwohner Alaskas“, sagte Innenministerin Sally Jewell. „Der Name Denali wird seit Generationen benutzt.“ Deshalb werde der alte Name in Anerkennung der Traditionen und der Menschen in Alaska nun offiziell.
Denali bedeutet „der Große“, er ist 6168 Metern hoch. Seit 1975 heißt er in Alaska offiziell Denali, im Rest der Vereinigten Staaten aber weiter Mount McKinley. Widerstand kam vor allem aus dem einflussreichen Ohio, der Heimat des 1901 erschossenen Präsidenten McKinley.
Obama wollte am Montag zu einem dreitägigen Besuch in Alaska eintreffen und als erster amtierender Präsident auch den zu Alaska gehorenden Teil der Arktis besuchen. Damit will Obama drei Monate vor der Klimakonferenz in Paris ein Zeichen im Kampf gegen die Erderwärmung setzen. Bei dem Treffen in Paris soll ein neues international verbindliches Klimaschutzabkommen beschlossen werden.
