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BMW-Chef will vom Silicon Valley lernen

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Harald Krüger führt seit Mai den Münchner Automobilhersteller. In seinem ersten Interview seit Amtsantritt spricht er über die Digitalisierung, seine Sicht auf das Silicon Valley und die jüngsten Verwerfungen in China.

Der neue BMW-Chef Harald Kr&uuml-ger will von den Internet-Giganten aus dem Silicon Valley lernen. „Es werden nur die Automobilhersteller eine Zukunft haben, die neue Technologien und gesellschaftliche Ver&auml-nderungen antizipieren“, sagte Konzernchef Kr&uuml-ger der Sonntagszeitung in seinem ersten Interview seit Amtsantritt. Die Trends entwickelten sich heute deutlich schneller und abrupter. „Wir schauen uns genau an, wie die IT-Branche damit umgeht, manches davon ist durchaus bedenkenswert“, sagte der BMW-Chef in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Im Silicon Valley w&uuml-rden ihm immer wieder zwei Dinge positiv auffallen: „Der offene und innovationsfreudige Unternehmergeist und das unglaubliche Tempo, mit dem neue Gesch&auml-ftsideen und technologische Innovationen umgesetzt und realisiert werden. Im Silicon Valley gilt: Drei Monate sind eine Ewigkeit. Das zeigt: In Zeiten der Digitalisierung wird sich vieles noch weiter beschleunigen. Ver&auml-nderungen kommen schneller und disruptiver – darauf muss sich auch die Automobilindustrie einstellen“. So erwarte der Kunde, dass er die neue Software &uuml-berspielt bekommt, sobald sie fertig ist – „nicht erst, wenn er das n&auml-chste Auto kauft“.

„Wir sind mit Apple im Austausch“

Angesprochen auf m&ouml-gliche Kooperationen mit Apple sagte Kr&uuml-ger in der Sonntagszeitung w&ouml-rtlich: „Wir sind regelm&auml-&szlig-ig mit Unternehmen aus der internationalen IT-Branche im Austausch – das gilt auch f&uuml-r Apple. Dabei geht es um die Vernetzung unserer Fahrzeuge im Rahmen unserer Connected Drive Services.“

F.A.S.Mehr dazu in der Sonntagszeitung vom 02.08.2015.Am Vorabend schon in der F.A.S.-Appund als E-Paper.

In dem Interview nahm Kr&uuml-ger auch Stellung zu den j&uuml-ngsten Verwerfungen in China: „Uns war immer klar, dass sich die zweistelligen Wachstumsraten auf dem chinesischen Automobilmarkt der vergangenen Jahre nicht unendlich in die Zukunft fortschreiben lassen w&uuml-rden. Der Markt in China normalisiert sich schnell und das war absehbar.“ China bleibe aber der weltweit gr&ouml-&szlig-te Einzelmarkt, betonte der BMW-Chef, und biete „mittel- und langfristig“ weiterhin gute Wachstumschancen. „Die vergleichsweise niedrige Motorisierung, der wachsende Mittelstand mit hoher Markenaffinit&auml-t und eine gute Infrastruktur – das sind Rahmenbedingungen, die weiterhin f&uuml-r das Potential des Marktes sprechen, auch wenn der Wettbewerb h&auml-rter wird“, sagte Harald Kr&uuml-ger in der F.A.S.