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Das neue Windows 10 – Microsoft präsentiert weitere Details

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Microsoft hat auf der Entwicklerkonferenz weitere Details zu Windows 10 präsentiert. Das Betriebssystem wird flexibler, offener und attraktiver. Diese Kursänderung ist auch dringend nötig.

Microsoft ist endlich angekommen. Viele Tech-Blogger sind seit diesem Mittwochabend der Meinung, dass das neue Betriebssystem Windows 10 eines ist, das man haben sollte. Und nicht haben muss, wie es in den letzten Jahrzehnten der Fall war, wenn man sich nicht dem Apple-Kosmos verpflichtet hatte. Sascha Pallenberg, Chef-Blogger bei den Mobilgeeks, überschreibt seinen Kommentar mit den Worten „Warum Microsoft eine verdammt coole Company ist.“ Ist das wirklich so? Ein Blick auf die Fakten.

Ein neuer Browser namens Edge

Es waren Viele neugierig, wie denn nun der neue Browser heißt, der den Explorer in Windows 10 ablösen soll. Der Arbeitstitel bei Microsoft war Spartan. Man hat sich in Redmond nun auf „Edge“ festgelegt. Am Rande des Betriebssystems wird sich auch der neue Browser nicht aufhalten, sondern zentrales Element der Software sein. Denn er wird dynamische und interaktive Eigenschaften haben, die zum Beispiel ins Spiel kommen, wenn man einen neuen Tab aufruft. Die angezeigten Vorschläge passen sich an.

Der Weg zu einem reduzierten und übersichtlichen User-Interface, den Microsoft schon beim Explorer erfolgreich eingeschlagen hat, geht das Unternehmen auch bei Edge weiter. Außer der aufgerufenen Webseite werden ansonsten nur wenige Symbole zu sehen sein. Natürlich soll der Browser auch schneller werden: Microsoft verspricht eine neue, schnellere Rendering-Engine. Und Edge kann zuhören: Cortana, also Microsofts Software zum Erkennen und Verarbeiten von sprachlichen Befehlen, ist ebenfalls in den Browser integriert.

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Praktisch für den Workflow: der Notiz-Modus. Hat man eine Webseite geöffnet, die gerade für die aktuelle Arbeit wichtig ist, kann man diese einfrieren. Der Nutzer kann sie dann wie ein Dokument benutzen, das heißt, etwa Anmerkungen machen und die kommentieren Teile in einem anderen Programm weiterverwenden oder mit Kollegen teilen.

Analog zu den Extensions in Googles Browser Chrome wird auch Microsoft die Extensions für Edge weiter ausbauen. Das sind Mini-Programme, mit denen man die Funktionalität des Browsers erweitert. Entwickler von Chrome-Extensions oder auch Add-ons von Firefox können sogar diese relativ einfach für den neuen Windows-Browser Edge anpassen. Hier deutet sich eine Strategie an, die bei Windows 10 vor allen Dingen bei Smartphones und Tablets zum Tragen kommt.

Android- und Apple-Apps auf Windows Phone

Ein Problem von Windows-Smartphones ist nach wie vor die Auswahl der Apps. Es ist nicht mehr so dramatisch, wie einige Kritiker immer noch schreiben. Aber es auch nicht so gering, wie es Microsoft selbst gerne herunterspielt. Deshalb dürfte es ein cleverer Schachzug sein, dass Nutzer auf ihren Windows-Smartphones zukünftig auch Android- oder iOS-Apps installieren können. Das Interesse an solchen Geräte könnte damit weiter wachsen, weil das Argument entfällt, es gebe doch so wenige Apps auf den Windows-Smartphones. Denn in Sachen Design, Performance und Anwenderfreundlichkeit können die Nokia-Modelle mit der Konkurrenz sehr gut mithalten.