
Samsung greift wieder mit seiner S-Klasse an: Das Galaxy S6 kommt mit Metall-Rahmen und Glas-Rückseite. Auf dem MWC-Event in Barcelona war aber ein anderes Modell der eigentliche Star.
Vor wenigen Stunden hat noch HTC mit dem One (M9) sein neues Top-Modell der Oberklasse vorgestellt – jetzt sind die Koreaner mit ihrem Flaggschiff dran. Auch Samsung setzt an diesem Sonntagabend in Barcelona Maßstäbe: Noch bevor der Mobile World Congress (MWC) am Montagmorgen offiziell beginnt, zeigt das Unternehmen auf einem eigenen Event, wer wohl weiterhin der Hauptkonkurrent von Apple sein wird.
Mit den Geräten der Galaxy S-Reihe ist Samsung momentan der einzige Hersteller, der sich, was die Verkaufszahlen und die Popularität betrifft, mit Apple und dem iPhone messen kann. Dementsprechend viel Aufmerksamkeit und Bedeutung erzeugte auch dieses Mal die Präsentation im Vorfeld des MWC.
Samsung Galaxy S6 in neuen Farben: White Pearl, Black Sapphire, Gold Platinum, Blue Topaz oder Green EmeraldBilderstrecke
Samsung präsentiert in Barcelona gleich zwei neue Topmodelle: das Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge. Letzteres ist der Nachfolger des erst im letzten Jahr auf der IFA eingeführten Note Edge. Das besondere an dem Gerät ist das an den Seiten gewölbte Display. War das erste Modell nur an der rechten Seite gewölbt, konnte Samsung nun mit symmetrischer Erscheinung beeindrucken. Sowohl der linke aus auch der rechte Rand des Bildschirms ziehen sich im Bogen hin zum Gehäuse. Der Nutzer kann also entscheiden, auf welcher Seite er das zusätzliche Mini-Display haben will. Ansonsten unterscheiden sich die beiden S6-Modelle kaum.
Samsung hat bei seinem Sprung in der Galaxy S-Reihe zur sechsten Version einige Dinge sinnvoll verbessert. Außerdem scheinen die Plastikzeiten endgültig vorbei zu sein: Die Koreaner haben sich wie schon beim Note 4 auch in dieser Modellreihe für einen Metallrahmen entschieden und die Rückseite ist nun nicht mehr abnehmbar und besteht zudem aus gefärbtem Glas. Das hat zwei Dinge zur Folge: Der Akku ist nicht mehr austauschbar und es fehlt der Micro-SD-Slot. Somit kann der Speicher nicht mehr erweitert werden. Wohl auch deshalb startet das günstigste S6-Modell nun ab 32 Gigabyte.
Leichtes und hübsches Gehäuse
Aufgrund des neuen Materials und des strengeren Designs wirkt das S6 wertiger und hübscher als sein Vorgänger. Die Zeiten, als Samsung-Smartphones für ihre abnehmbare Plastikrückseite und die Pseudo-Metall-Optik belächelt wurde, dürften damit vorbei sein. Dazu tragen auch edle Farben wie White Pearl, Black Sapphire, Gold Platinum, Blue Topaz und Green Emerald bei.
Allerdings führte ein Detail beim beim ersten Hands-On dazu, dass beim Blick auf den Rand immer wieder das iPhone 6 oder Sony Xperia assoziiert wird. Denn offensichtlich gibt es einen Trend zu einer starken Abrundung der Ecken. Das hat auch praktische Gründe: Die beiden neuen S-Modelle liegen gut in der Hand. Samsung hat zudem ordentlich das Gewicht reduziert. Das S6 wiegt nur noch 138 und das Edge 132 Gramm. Das sind im Vergleich zum Vorgängermodell Note Edge über 40 Gramm.
Brillanter Bildschirm
Das Edge-Modell ist sowieso der heimliche Star der Reihe. Man fährt gerne an den beiden runden Bildschirmkanten entlang, seine Erscheinung unterscheidet sich von vielen anderen Smartphones. Und der durch Streichen erwachende „Information Stream“ dürfte dem Nutzer eine Weile Freude bereiten. Eine der beiden Kanten wird somit zum Mini-Bildschirm, der Informationen zum Wetter, die Uhrzeit oder SMS anzeigt, während das Hauptdisplay schwarz bleibt. Ansonsten weisen die beiden Modelle die gleichen Merkmale auf. Allen voran der 5,1 Zoll große Bildschirm, wie man ihn in Sachen Auflösung bereits vom Note 4 kennt. In einer noch höheren Pixeldichte von 577 ppi stellt er Bilder und Videos äußerst kontrastreich, hell und farbintensiv dar.
