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Tastaturen von Logitech und Microsoft im Vergleich

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Um mit zehn Fingern eine E-Mail auf dem Smartphone zu schreiben, braucht man schon schmale Finger. Für alle anderen haben Logitech und Microsoft schicke Bluetooth-Tastaturen.

Nie war so viel Tastatur wie heute- ungeachtet neuer Eingabemethoden wie dem fingermalenden Swype auf dem Smartphone oder der Spracherkennung am PC. Wer mit zehn Fingern schreiben kann und unterwegs längere Texte erfassen will, nimmt eine Bluetooth-Tastatur für sein Handy oder den Tablet PC mit.

Zwei besonders kompakte Modelle für den mobilen Einsatz haben wir einige Wochen ausprobiert. Keys to go von Logitech kostet rund 80 Euro, wiegt 180 Gramm und ist mit Maßen von 24 × 13,7 Zentimeter und einer Höhe von 6 Millimeter der größere und zugleich flachere Kandidat.

Das erste herausragende Merkmal ist nicht nur die Farbe: Rot, Blau und Schwarz stehen zur Auswahl, sondern das Material: Hier kommt kein Hartplastik zum Einsatz, sondern ein in Grenzen biegsames „Fabric Scin“ (Logitech), dessen Oberseite Stoff sein könnte. Die einzelnen Tasten heben sich nur etwa einen Millimeter von ihrer umgebenden Basis ab, haben indes trotzdem einen spürbaren Druckpunkt.

Schreiben wie auf Watte

Wer das Gerät mit Trockenübungen ausprobiert, etwa im Geschäft, wird als geübter 10-Finger-Schreiber angesichts fehlender Präzision skeptisch bleiben. Erst im praktischen Betrieb zeigt sich dann: Man schreibt wie auf Watte, aber durchaus schnell. Über den Basistasten ist eine weitere Reihe mit Funktionstasten angesiedelt, die in erster Linie zur Zusammenarbeit mit den Apple-Geräten gedacht sind.

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Keys to go ist gegen Spritzwasser geschützt und kann im Falle eines Falles mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Der fest eingebaute Akku ist vom Anwender nicht zu wechseln und lässt sich mit Micro-USB-Kabel am PC oder Handy-Ladegerät mit frischem Strom betanken. Eine Füllung soll für mehrere Monate halten: eine unkomplizierte Tastatur mit vielen Pluspunkten, leicht genug auch für schwere Texte.

Microsoft baut nicht für Microsoft

Das Universal Mobile Keyboard von Microsoft spielt in der gleichen Preisklasse (80 Euro) und folgt gewohnten Konventionen. Es besteht aus Kunststoff, hat deutlich abgesetzte Tasten und sieht mit Maßen von 24,2 × 10,9 Zentimeter und einer Höhe von 1,2 Zentimeter wie ein besonders kleines Keyboard aus. Schon die Beschriftung der Tasten und der Schieberegler am oberen Rand mit Positionen für Windows, Android und iPhone deuten wie auch der Name an: Dies ist eine Universaltastatur für alle nur denkbaren Betriebssysteme.

In der Tat ließ sich das Gerät problemlos mit iPhone, iPad, Windows-Rechner und Blackberry koppeln. Nur das hauseigene Smartphone-Betriebssystem von Microsoft spielt nicht mit, weil ihm derzeit noch das erforderliche Bluetooth-Profil fehlt.

Jedes Gerät muss neu andocken

Der Clou des Microsoft-Keyboards ist seine Flexibilität. Die schützende Oberseite, die auf dem Foto nicht zu sehen ist, lässt sich magnetisch andocken. Mit dem Auf- und Zuklappen wird nicht nur die Tastatur ein- und ausgeschaltet, sondern das Cover ist zugleich ein sehr flexibler Standfuß. Mit Hilfe von zwei Schienen gibt es insgesamt drei verschiedene Möglichkeiten, ein Smartphone oder Tablet PC im gewünschten Winkel zu arretieren. Nur zu dick sollte der Partner nicht sein, wenngleich die Halterung robust wirkt und mit einem Gewicht von 380 Gramm auch die nötige Bodenhaftung garantiert.

Der Nachteil dieses Kandidaten ist die etwas enge Tastenanordnung, die nicht jedem 10-Finger-Schnellschreiber gefallen wird. Und leider kann man für jedes der drei Betriebssysteme nur ein Gerät koppeln. Wer also abwechselnd ein Android-Tablet und ein Android-Smartphone verwenden will, muss stets neu verbinden. Wie beim Pendant von Logitech ist der Akku fest eingebaut, wird über einen Micro-USB-Anschluss geladen – und die Laufzeit soll mehrere Monate betragen.