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Internet vom Amt: Minister für Gratis-WLAN auf allen Behörden

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Mal eben schnell ins WLAN von Rathaus oder Kanzleramt einloggen, um private Mails abzurufen – so ähnlich klingt es, was Merkels Digital-Minister nun vorschlägt. Dabei hat die Regierung für offene Netze eigentlich wenig übrig.

Deutsche Behörden sollen nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) künftig für kostenfreies öffentliches WLAN rund um ihre Gebäude sorgen. „Mein Ministerium wird noch in diesem Jahr kostenfreies WLAN rund um das Dienstgebäude in Berlin-Mitte anbieten“, sagte der auch für digitale Infrastruktur zuständige Minister der „Bild am Sonntag“. Sein Haus wolle Vorreiter sein und eine WLAN-Offensive in Gang setzen. „Wenn alle Behörden in Berlin das genauso machen, haben wir bald ein breites WLAN-Netz in der Hauptstadt.“

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Auch in den anderen Bundesländern sollen die Behörden dann nach dem Willen Dobrindts nachziehen: „Städte und Gemeinden, die beim öffentlichen WLAN die Nase vorn haben, gewinnen einen echten Standortvorteil.“ Bürger und Wirtschaft profitierten gleichermaßen, „wenn schnelles Internet nicht nur im Büro, sondern auch auf dem Marktplatz, im Park oder im Warteraum des Rathauses kostenlos und zuverlässig für alle verfügbar ist“.

Wie offen wird der Zugang?

Sollten sich Dobrindts Pläne konkretisieren, wird die Netzgemeinde mit Interesse beobachten, wie der Zugang geregelt werden soll – etwa per Registrierung oder Passwort.

Die Bundesregierung hatte sich vergangenes Jahr dagegen ausgesprochen, die sogenannte „Störerhaftung“ aufzuheben, nach der WLAN-Betreiber dafür mitverantwortlich sind, was andere Nutzer in ihrem Netz treiben. Diese Regelung gilt als Haupthindernis auf dem Weg zu flächendeckenden offenen WLAN-Netzen.

WeitersagenMerken&copy- AFP, Afp

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