
An den Namen wird man sich in Deutschland noch gewöhnen: Xiaomi (“kleiner Reis“) ist der drittgrößte Handyhersteller der Welt. Das Unternehmen wird nun so hoch bewertet wie nie.
Der chinesische Handyhersteller Xiaomi ist nach seiner jüngsten Finanzierungsrunde 45 Milliarden Dollar schwer und gehört damit zu den teuersten nicht börsennotierten Technologieunternehmen. Damit wird das Unternehmen höher bewertet als der umstrittene Fahrdienstleister Uber mit zuletzt 40 Milliarden Dollar. Die Summe ist auch höher als der deutsche Verteidigungsetat von 32 Milliarden Euro .
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Investoren wie Private-Equity-Firmen, Staatsfonds und Internetkonzerne haben jüngst insgesamt 1,1 Milliarden Dollar frisches Geld zur Verfügung gestellt, schrieb Xiaomi-Mitbegründer Bin Lin am Montag auf Facebook. Einer der bekanntesten Geldgeber ist Technologie-Mogul Jack Ma, der das chinesische Online-Kaufhaus Alibaba führt.
Drittgrößter Handy-Hersteller
Xiaomi, vor einem Jahr noch mit gerade 10 Milliarden Dollar bewertet, ist der Senkrechtstarter in der hartumkämpften Branche. Obwohl außerhalb Asiens weitgehend unbekannt, rückte die Firma binnen drei Jahren zum drittgrößten Hersteller von Mobiltelefonen der Welt auf – hinter den Platzhirschen Samsung und Apple.
Zu verdanken hat Xiaomi den Aufstieg vor allem seiner Stärke auf dem Heimatmarkt China, dort ist Xiaomi mit seinen im Vergleich relativ günstigen Design-Handys Marktführer. Große Xiaomi-Rivalen in China sind Coolpad, Lenovo, ZTE und Huawei.
