
Homosexuelle Männer dürfen in Amerika unter bestimmten Bedingungen künftig Blut spenden. Seit der Aids-Epidemie Anfang der 80er Jahre war ihnen dies lebenslang verboten.
Schwule und bisexuelle Männer dürfen in den Vereinigten Staaten unter bestimmten Voraussetzungen künftig Blut spenden. Das teilte die Behörde FDA am Dienstag mit, die unter anderem für die Überwachung von Lebensmitteln und die Zulassung von Arzneimitteln zuständig ist. Ein Blutspende-Verbot für Männer, die in den vergangenen zwölf Monaten Sex mit anderen Männern hatten, bleibt allerdings bestehen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gefahren seien vor der Entscheidung genau geprüft worden, hieß es in der FDA-Mitteilung.
In Deutschland dürfen Schwule kein Blut spenden
Die FDA hatte das Blutspende-Verbot 1983 zu Beginn der Aids-Epidemie erlassen. Die Blutversorgung von Patienten könnte durch den Schritt nach einem Bericht der „New York Times“ um bis zu vier Prozent steigen. Die Vereinigten Staaten nähern sich damit Ländern wie Großbritannien an, das 2011 von dem lebenslangen Verbot abgewichen war und sich für die 12-Monats-Beschränkung entschied.
In Deutschland dürfen Schwule bislang kein Blut spenden. Dies ist nach Ansicht Europäischen Gerichtshof (EuGH,) allerdings eine unzulässige „indirekte Diskriminierung“. 2013 hatte sich die Bundesärztekammer (BÄK) bereits für eine Lockerung des bestehenden Verbots ausgesprochen.
