
Das ist mal eine pfiffige Idee: Das Tablet von Lenovo hat einen Beamer eingebaut. Es wirft nicht nur Powerpoint an die Wand, sondern auch Filme.
PreviewPagemarker“ id=“pageIndex_1″>Dieser Tablet-PC darf mit ins Schlafzimmer. Woman Acceptance Factor hin oder her, der an die Wand projizierte Spielfilm könnte das ausschlaggebende Argument sein. Und jetzt der Reihe nach: Lenovo bringt ein Riesentablet mit eingebautem Pico-Beamer. Was auf dem Display des Flachrechners erscheint, lässt sich ohne Zusatzhardware, ohne weitere Kabel, Ladestation und sonstige Fummelei an die Wand spielen. Nach der Arbeit das Vergnügen, und dieser Anspruch wird durchaus eingelöst.
Wir haben das Yoga Tablet 2 Pro mit eingebautem Kino einige Zeit ausprobiert. Als Tablet ist es vor allem groß. Das aktuelle iPad Air 2 von Apple misst 9,7 Zoll in der Diagonale, hier sind es hingegen 13,3 Zoll, fast 34 Zentimeter, das ist eine ganz andere Hausnummer. Auch das Gewicht von fast einem Kilogramm (iPad Air 2: 440 Gramm) weist sofort auf Einsatzszenarien jenseits des Üblichen hin. Dieser Tablet-PC ist eher zum Präsentieren geeignet, er macht sich gut auf dem Schreibtisch, wahlweise als „Second Screen“ oder als TV-Ersatz, er ist kein Gerät zum langen Halten in der Hand.
Die Bauform unterstützt den stationären Einsatz: An der Rückseite lässt sich ein Standfuß ausklappen, und nach unten hin wird das Gerät voluminöser. Nicht nur, um den Akku und den Beamer unterzubringen, sondern auch, um den Schwerpunkt optimal zu setzen. Praktisch: Der Standfuß hat eine Aussparung, so dass der Tablet aufgehängt werden kann, nötigenfalls sogar an der Türklinke. Das Display des Lenovo löst mit 2560 × 1440 Pixel auf, angesichts der großen Fläche ist die Pixeldichte von 221 ppi durchschnittlich. Auch die höchstmögliche Helligkeit ist mit rund 300 cd/qm nicht herausragend.
Das neue Yoga Tablet 2 Pro von Lenovo Bilderstrecke -
Die Android-Maschine arbeitet mit einer älteren Betriebssystem-Version 4.4.2. mitsamt Lenovo-Anpassungen und etlicher Werbe-Software. Hier gibt sich das Gerät ganz unspektakulär wie jedes andere große Android-Tablet. Den Unterschied macht der Pico-Projektor, der nahtlos unten rechts im Gehäuse eingelassen ist. Er wird wahlweise mit einem separaten Knopf am Rand des Tablets oder über Software eingeschaltet. Die Optik erreicht eine Auflösung von 854 × 480 Pixel (480p) bei einer Helligkeit von maximal 35 cd/qm.
Wir experimentierten im nicht abgedunkelten Büro und warfen einige Folien an die Wand. Um ein gerades Bild zu erhalten, muss der Ständer des Tablet ausgeklappt und das Gerät auf die Seite gelegt werden. Auf diese Weise lässt sich dann gut auf dem erhöhten Display arbeiten. Dazu gibt es eine Projektor-App, mit der Videos, Bilder und Dokumente aufgerufen werden können.
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Aber für Tages- und Bürolicht ist die Beamer-Lampe des Yoga zu schwach. Um eine Abdunklung kommt man nicht herum. Und so prüften wir als Nächstes den Kino-Modus im dunklen Raum. Sofern man die von Lenovo angegebenen Spielregeln einhält und den Tablet nicht weiter als zwei Meter von der Projektionsfläche entfernt aufstellt, ist das Bild hinreichend hell und hat eine Diagonale von rund 1,30 Meter. So kann man sich den Filmeabend durchaus gefallen lassen.
Aber die Bildqualität ist ein Kompromiss, kein Hochgenuss. Die Schärfe muss übrigens manuell eingestellt werden, weitere Parameter wie Helligkeit, Bildoptimierung und Perspektivkorrektur sind in den Geräteeinstellungen zu finden. Mit den beiden Lautsprechern erreicht man einen passablen Stereo-Klang. Die Überraschung ist der mit 9600 Milliamperestunden üppig ausgefallene Akku. Er bietet im normalen Tablet-Betrieb eine außerordentlich lange Laufzeit, die der Hersteller mit 15 Stunden angibt. Im Projektor-Einsatz sind sieben Stunden durchaus erreichbar.
Für guten Klang sorgen zwei Hoch- und Mitteltöner sowie ein an der Rückseite angebrachter Subwoofer. Die Tieftonwiedergabe ist in der Tat überdurchschnittlich gut. Der eingebaute Speicher des Yoga (32 Gigabyte) lässt sich mit Micro-SD-Karten erweitern, W-Lan sorgt für den Kontakt zum Router, aber das schnelle W-Lan AC wird nicht unterstützt. Die beiden Kameras mit 1,6 und 8 Megapixel bringen eine mittelmäßige Bildqualität. Insgesamt bleibt der Beamer das Highlight dieses 500-Euro-Geräts. Die Idee ist gut umgesetzt, andere werden folgen.
