Wochenausblick: Gute Aussichten für fröhliches Weihnachtsfest an der Börse
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In der stark verkürzten Handelswoche vor Weihnachten könnte der Dax in Trippelschritten weiter nach oben klettern. Das Billiggeld der Notenbanken sorgt derzeit für gute Stimmung am Aktienmarkt.
PreviewPagemarker“ id=“pageIndex_1″>Zum Auftakt der Weihnachtswoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert in den Handel starten. Am Freitag hatte er 0,2 Prozent tiefer bei 9786,96 Punkten geschlossen. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit unter anderem auf das Barometer für die Stimmung der Verbraucher in der Euro-Zone. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einer Verbesserung auf minus elf von minus 11,6 Punkten. An der Wall Street hatten sich die Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,1 Prozent und der Nasdaq 0,4 Prozent höher. Der S&-P500 stieg um 0,5 Prozent. In Tokio zog der Nikkei-Index am Montag um 0,1 Prozent auf 17.635 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 1,4 Prozent auf 3152 Punkte.
Im Fokus bleibt international die Geldpolitik der Notenbanken. Erst am vergangenen Mittwoch hatte die amerikanische Notenbank Fed ihr Niedrigzins-Versprechen bekräftigt und damit die zuletzt nervösen Märkte beruhigt. Allerdings gibt es auch Unruheherde, die das Zeug haben, erneut für Turbulenzen zu sorgen. Während die Probleme Russlands wieder etwas in den Hintergrund gerückt sind, droht Griechenland ein Rückfall in Krisenzeiten – mit entsprechenden Konsequenzen auch für den deutschen Aktienmarkt.
Es gibt nicht wenige Analysten, die die Geldpolitik als Treiber für den Aktienmarkt ansehen. Auch Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba sieht dies so. „Wie gut, dass es die Notenbanken gibt, die zumindest zeitweise den Anlegern einen Teil ihrer Sorgen nehmen können.“ Die Europäische Zentralbank versuche schon seit längerem, die Anleger mit Maßnahmen a la Fed bei Laune zu halten. Da zum Jahreswechsel die zweite und womöglich auch eine dritte Runde der griechischen Präsidentschaftswahlen anstehen, schade die Aussicht auf baldige Staatsanleihekäufe sicher nicht.
Anleger blicken in der neuen Woche deshalb gespannt nach Athen, waren doch die Sorgen um Griechenland jüngst wieder aufgeflammt. Die Wahl eines neuen griechischen Staatspräsidenten war im ersten Anlauf gescheitert. Sollte auch der zweite Wahlgang am Dienstag ohne Ergebnis bleiben, wird am 29. Dezember nochmals abgestimmt. Sollte auch dann niemand gewählt werden, müssen vorgezogene Wahlen stattfinden. Das Land könnte ausgerechnet in der letzten Phase seines Konsolidierungsprogramms in eine lange Periode lähmender politischer Komplikationen fallen.
Darüber hinaus stehen in der neuen Woche einige interessante Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten auf der Agenda. Dabei dürften vor allem am Dienstag die Aufträge für langlebige Güter die Aktienkurse bewegen, schrieben die Analysten der Commerzbank. Die Experten sind positiv gestimmt: Die US-Industrie profitiere derzeit von einer starken Nachfrage sowohl seitens der Konsumenten als auch der Unternehmen. Den Verbrauchern bleibe wegen des Ölpreisverfalls mehr Geld im Portemonnaie, und die Unternehmen investierten mehr, da immer mehr an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Ansonsten dürfte die neue Woche hierzulande ruhig verlaufen. Die Börse in Frankfurt bleibt ab Mittwoch geschlossen und öffnet erst wieder am 29. Dezember.
An diesem Montag richten sich die Blicke noch auf die Hornbach Holding. Die Gruppe mit ihren Baumarkt-Aktivitäten sowie der Immobiliensparte und der Baustoff Union präsentiert ihre Neunmonatszahlen. Ebenfalls zu Wochenbeginn kommt es zu einem Stühlerücken im S-Dax der kleineren Werte: Der erst seit kurzem an der Börse notierte Online-Modehändler Zalando - nimmt den Platz des Spezialisten für energieeffiziente Gebäudetechnik Centrotec Sustainable.