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Baden-Württemberg : CDU-Spitzenkandidat Wolf für Einwanderungsdebatte

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Der Spitzenkandidat der CDU Baden-Württemberg, Guido Wolf, läuft sich warm für sein Duell mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Im Gespräch mit der F.A.Z. gibt er erste Einblicke in seine politische Agenda und hält sich alle Machtoptionen offen.

PreviewPagemarker“ id=“pageIndex_1″>Der Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU für die Landtagswahl, Guido Wolf, hat angemahnt, seine Partei müsse Antworten auf die Probleme finden, die sich durch die Einwanderung ergeben. „Es ist aber falsch, Einwanderung ausschließlich unter dem Aspekt der Gefahren zu diskutieren“, sagte Wolf im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Mit Blick auf die Pegida-Bewegung sagte Wolf, bei den Organisatoren der Demonstrationen überwiege im Moment die „Angstmacherei“. Die Politik müsse die Sorgen der Bürger ernst nehmen und für Transparenz in der Diskussion sorgen. „Eine Diskussion nicht zuzulassen stärkt politische Kräfte, die wir nicht haben wollen“, sagt Wolf. Die Politik dürfe sich nicht „von Angst und vorschnellen Urteilen leiten lassen“.

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F.A.Z.Mehr dazu in der F.A.Z. vom 22.12.2014.Am Vorabend schon in der F.A.Z.-Appund als E-Paper.

Zur AfD äußerte Wolf, die CDU solle die Partei „nicht überbewerten und ihre Existenz schon gar nicht dramatisieren“. Mit Blick auf mögliche Koalitionsoptionen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 sagte Wolf: „Schwarz-Grün bleibt eine von mehreren Möglichkeiten“.

Sollte er zum Ministerpräsidenten gewählt werden, werde er den Fehler von Grün-Rot nicht wiederholen und vorschnell „Symbolpolitik“ betreiben, sagte Wolf. „Aber in der Bildungspolitik gibt es bei den Bürgern eine große Verunsicherung, darum müssen wir uns kümmern“. Wolf sprach sich weiterhin gegen eine einseitige Förderung der ökologischen Landwirtschaft aus. „Wir brauchen weniger ideologische Gängelung in der Landwirtschaft“, sagte Wolf der F.A.Z. „Landwirte waren schon grün unterwegs, da gab es noch gar keine grüne Partei“. Er lehne eine „Zweiklassengesellschaft in der Landwirtschaft“ ab.

Wolf hatte sich unlängst in einer Mitgliederbefragung der Südwest-CDU gegen den stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden und Landesvorsitzenden Thomas Strobl durchgesetzt. Strobl hatte Wolf im Anschluss den Landesvorsitz angeboten. „Über die Frage, wann es einen Wechsel im Landesvorsitz geben wird, entscheidet Thomas Strobl“, sagte Wolf dazu.