
Die Zeitschrift Connect hat die Qualität des Mobilfunknetzes getestet. Erstmals wurde auch überprüft, wie gut es sich im Zug telefonieren lässt. Ein Anbieter konnte seine Position stark verbessern.
Die Zeitschrift Connect macht in regelmäßigen Abständen einen groß angelegten Test, in dem die Qualität des Mobilfunknetzes in Deutschland, Österreich und der Schweiz überprüft wird. Auch für den aktuellen Test wurde wieder „P3 communications“ mit der Durchführung beauftragt, deren Tester auf einer Strecke von 45.000 Kilometern rund 150.000 Einzelmessungen erfasst haben. Im Vergleich zu den vorherigen Untersuchungen wurde dieses Mal auch das Mobilfunknetz während des Bahnfahrens miteinbezogen.
Das Ergebnis überrascht kaum: „Die Versorgung der Bahn hinkt dem Standard in Städten oder auch auf Autobahnen weit hinterher“, schreibt Connect. Der damit verbundene Aufruf der Tester, dass die „Netzbetreiber und die Bahn“ aufgefordert seien, „gemeinsam nach Lösungen zu suchen“ fällt zufällig zusammen mit der Ankündigung von Bahn-Chef Grube, bis 2016 ein kostenloses W-Lan in den Zügen zur Verfügung zu stellen. Das wird freilich nicht helfen, wenn es dann in Zügen weiterhin kaum möglich sein wird, zu telefonieren.
Abermals ist die Telekom der Testsieger. Ihr Mobilfunknetz konnte die „höchsten Erfolgsraten im Test vorweisen und liefert sich bei Sprachqualität und Rufaufbauzeiten ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Vodafone auf sehr hohem Niveau.“ Nicht so dicht beieinander liegen die beiden Unternehmen bei den Datendiensten. In diesem Punkt bietet die Telekom deutlich mehr als Vodafone. Sie konnte Durchschnittsdatenraten zwischen 8,4 und 30 Megabit pro Sekunde vorweisen.
Das Lob für die Telekom fällt sehr deutlich aus. Connect spricht von einer „exzellenten Wahl“, wenn man sich als Nutzer für die Telekom entscheide. „Wer die Kombination von sehr guter Telefonie und exzellenten Datendiensten in Großstädten, Kleinstädten und auf Transferstraßen sucht, findet in der Deutschen Telekom den stärksten Anbieter.“
Nichtsdestotrotz attestiert Connect dem Konkurrenten Vodafone einen „gigantischen Sprung“ nach vorne. „Erfolgsraten von mehr als 98 Prozent in den Städten bei bestem Klang und schnellem Rufaufbau zeigen, dass die Düsseldorfer wieder da sind.“ Hinter der Telekom und Vodafone landete im Test O2 auf Platz 3. Das Unternehmen habe bei den Datenverbindungen in den Städten bei der Zuverlässigkeit und teilweise auch bei den Datenraten „gründlich zugelegt“.
Den letzten Platz belegt E-Plus. In der Stadt hat man mit diesem Anbieter am wenigsten Probleme. Die Zuverlässigkeit sei gut und fürs „Websurfen“ reiche die Geschwindigkeit.

