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Apple macht Spotify mit Beats Musikdienst Konkurrenz

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Apple will angeblich mit dem amerikanischen Dienst von Beats auch ins Musik-Streaming einsteigen. Muss sich Spotify nun fürchten? Und was wird dann aus iTunes? Eine Analyse.

Als Apple im Mai dieses Jahres Beats für drei Milliarden Dollar kaufte, fragte man sich, warum das Unternehmen so viel Geld für einen Kopfhörersteller ausgibt. Es gab zwei Antworten: Entweder geht es Apple um die Kopfhörer, da diese unter Jugendlichen sehr beliebt sind und aufgrund der Produktionsmethoden sehr gewinnbringend sind. Die Qualität konnte es jedenfalls nicht sein.

Oder Apple zielte auf den Musikdienst von Beats ab, der in den Vereinigten Staaten weit verbreitet und anerkannt ist. Glaubt man den jüngsten Berichten der „New York Times“ und „Financial Times“, ging es Apple wohl weniger um die Kopfhörer als vielmehr um den Streaming-Dienst.

Die beiden Zeitungen melden, dass Apple den Dienst ins Betriebssystem iOS implementieren will. Jeder Besitzer eines iPhones oder iPads könnte somit direkt auf Beats zugreifen. Unter einer Voraussetzung: Er meldet sich bei dem Dienst an und bezahlt zirka fünf Dollar monatlich für das Abo. Diesen Preis will die „New York Times“ erfahren haben. Derzeit kostet Beats noch zehn Dollar im Monat.

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Was ist nun der Unterschied für den Musikfan, ob er seine Lieder weiterhin mit Spotify streamt – immerhin hat der Dienst bald 50 Millionen Nutzer – oder mit Beats? Dazu muss man sich mehrere Parameter anschauen.

Wo finde ich die meisten Songs?

Ein Pfund eines jeden Streaming-Dienstes ist das vielfältige Titelangebot. Die meisten Anbieter werben mit einer Datenbank, die Millionen Lieder umfasst. Bei Spotify, Beats und Google Play Music sind es 20 Millionen, Simfy und Wimp werben mit 25 Millionen, bei Deezer kann man gar 35 Millionen Songs hören. Viele Songs bedeuten nicht immer, dass es die sind, die man hören will. Um den Marktführer als Beispiel zu nehmen. Bei Spotify findet man nahezu jeden Song, den man sucht, auch wenn Taylor Swift und einige andere Künstler ihre Lieder dort nicht mehr im Angebot haben. Beats kann also hier keinen Vorteil gegenüber den Spotify &amp- Co. sein.

Wie spiele ich die Musik ab?

Die meisten Dienste bieten eine Gratis- und Premiumversion an. Der Vorteil der kostenpflichtigen Variante ist nicht nur, dass sie werbefrei ist – denn die Werbung kann ganz schön nerven -, sondern dass sich die Lieder im Offline-Modus hören lassen. Ist man also unterwegs und hat kein W-Lan zur Verfügung, bietet sich auch aufgrund der begrenzten Datentarife an, einige Lieblingsalben herunterzuladen, um diese unabhängig von einer Datenverbindung hören zu können. Aber aufgepasst: Im Flugzeugmodus lässt sich Spotify nur eingeschränkt nutzen. Auch hier kann Beats nicht punkten, es ist aus Nutzerperspektive vielmehr Pflicht, den Offline-Modus anzubieten.

Die Auswahl der Geräte ist mittlerweile umfassend. Bei allen Anbietern kann man auf dem Computer, Tablet und Smartphone die Musik streamen. Wieder das Beispiel Spotify: Das Programm läuft auf Windows- und Mac-Rechnern, die App auf iOS, Android und Windows Phone.