
Der nächste Vorwurf gegen die Commerzbank: Amerikas Behörden verdächtigen das Geldhaus offenbar der Geldwäsche. Das könnte einen anderen Fall beeinflussen.
In den Vereinigten Staaten wird offenbar wegen mutmaßlicher Geldwäsche gegen die Commerzbank ermittelt. Staatsanwälte aus der amerikanischen Finanzmetropole New York hätten Untersuchungen eingeleitet, berichtete das „Wall Street Journal“. Es gehe um Vorwürfe, Deutschlands zweitgrößte Bank habe eine zu laxe Kontrolle gehabt, um Geldwäsche zu erkennen und zu verhindern. Eine Sprecherin der Commerzbank wollte sich an diesem Samstag zu dem Bericht nicht äußern.
Die Untersuchungen könnten einen anderen Fall in den Vereinigten Staaten beeinflussen. Denn die Bank verhandelt mit Behörden über einen Vergleich zu mutmaßlichen Verstößen gegen Amerikas Sanktionen gegen Länder wie den Iran und Sudan. Im Gespräch waren hier zuletzt Insidern zufolge rund 650 Millionen Dollar.
Washington verdächtigt die Commerzbank – neben vielen anderen Instituten – gegen die von ihnen gegen den Iran verhängten Sanktionen verstoßen zu haben. Mit zahlreichen ausländischen Banken haben sich die Vereinigten Staaten bereits verglichen.
