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Auf der Photokina in Köln werden die Kameraneuheiten vorgestellt

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Olympus baut eine spezielle Selfie-Kamera. Pentax hat eine Lichtorgel im Handgriff. Diese und andere Innovationen präsentieren Kamerahersteller ab diesem Dienstag auf der Fachmesse Photokina in Köln.

Wenn von Dienstag bis kommenden Sonntag die „World of Imaging“ sich wie alle zwei Jahre in Köln zur photokina versammelt, wird viel von Lichtfeldfotografie die Rede sein.

Die Lytro Illum verspricht mit dieser Technik neue Möglichkeiten der Bildgestaltung: Ihr Sensor erfasst Farbe, Intensität und Richtung aller einfallenden Lichtstrahlen und erzeugt ein dreidimensionales Bild, in dem die Ebene der Schärfe nachträglich verändert werden kann. Die Kamera, die sich an Profifotografen wendet, ist in Halle 5.2/D006 zu sehen- der Bildeffekt der Lichtfeldfotografie ist im Internet bei Lytro.com zu sehen. Dass hier ein Brückenschlag zwischen Stand- und Bewegtbild stattfinde, erscheint ein wenig übertrieben. Eher ist es wohl so, dass in einem – veränderbaren – Bild das enthalten ist, wofür die klassische Fotografie Bilderserien mit unterschiedlichen Schärfezonen benötigte.

30976699 Da fehlt doch was! Richtig, bei der Leica M-P wird auf den roten Punkt der Marke verzichtet- dafür stecken im Gehäuse (rund 6700 Euro) nun zwei Gigabyte Pufferspeicher

Ebenfalls ein Profigerät ist bei Leica (Halle 1.1/A002) die sich zur Leica M gesellende M-P. Ihr fehlt der rote Leica-Punkt, stattdessen ziert sie der traditionelle Schreibschriftzug auf der Oberseite des Gehäuses. Zu den inneren Werten der Messsucherkamera, die ohne Objektiv rund 6700 Euro kosten soll, zählen ein auf 2 Gigabyte verdoppelter Pufferspeicher für Bildserien und ein Display mit einem besonders kratz- und bruchfesten Deckglas.

Die Rückkehr der Lichtorgel

Der Monitor der Olympus Pen E-PL7 hat eine andere Besonderheit: Er lässt sich – wenn man erst einmal heraus hat, wie man ihn am Accessory Port 2 mit Schieben und Drücken vorbeiführt – komplett nach vorn umklappen. Das macht Selfies mit der spiegellosen Systemkamera einfacher: Man muss sich nicht die Finger verrenken, sondern kann die kompakte Kamera sicher halten. Ausgelöst wird mit einem Fingerstups auf dem Touchscreen.

30976705 Selfie mit System: Die Olympus E-PL7 (Gehäusepreis: rund 400 Euro) hat einen vollständig umklappbaren Touchscreen, der einen Fingerakrobatik über dem Auslöser erspart.

Technisch gesehen, ist die E-PL7 auf weiten Strecken eine OM-D E-M10 – nur ohne deren Sucher. Ein externer Sucher lässt sich aufstecken, und hier und da gibt es kleine Zugaben wie zwei neue Artfilter. Zu erleben in Köln in Halle 2.2/A005-A012.

30976707 Pentax fällt auf. Durch eigenständiges Design – nicht nur farbenfrohe DSLRs, sondern auch bei der besonders kleinen spiegellosen Systemkamera Q-S1 (Gehäusepreis etwa 350 Euro)

Pentax, beziehungsweise Ricoh, treibt es ganz schön bunt: Die neue digitale Spiegelreflex K-S1 gibt es nicht nur in zwölf Farben, sondern die Kamera hat auch noch so etwas wie eine Lichtorgel im Handgriff. Da signalisieren Leuchtdioden zum Beispiel die Zahl der erkannten Gesichter. Auch das Einstellrad für die Betriebsarten, das auf die Gehäuserückseite gewandert ist, wird illuminiert.

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Geradezu klassisch wirkt dagegen die kleine Q-S1, die einen 1/1,7-Zoll-Sensor mit Wechselobjektiven kombiniert und in Halle 2.2/A040-B050 zu finden ist.