
Samsung trumpft auf: Der neue Fernseher ist Hightech im Kinoformat. Das gute Stück wird auf Bestellung gefertigt und ist so exklusiv wie teuer. Die Konkurrenz hat vor der IFA aber auch so ihre Spezialitäten im Köcher.
Schlossbesitzer, Gutsherren und Bewohner großzügiger Lofts müssen jetzt weiterlesen, wenn ihnen die standesgemäße Heimkino-Ausstattung ihres Domizils am Herzen liegt. Allen anderen Freunden von Technik und Motor empfehlen wir die Lektüre zum Zweck der Erbauung, aber auch deshalb, weil sich hier andeutet, was auf Normalverbraucher in der kommenden Unterhaltungselektronik-Saison zukommt. Die Internationale Funkausstellung (IFA) wird die großen Trends in den Disziplinen Technik und Design vom 5. September an in Berlin ausbreiten, und eines steht jetzt schon fest: Der Mega-Fernseher UE105S9W von Samsung, kurz S9W, wird zu den Superstars der Messe gehören. Wir haben vorab in seinen schwungvoll gewölbten Bildschirm geschaut.
Die Faszination, die von diesem Gerät ausgeht, beruht nicht allein auf schierer Größe. Denn mit seinem Diagonalmaß von 105 Zoll (267 Zentimeter) markiert der S9W noch nicht einmal den Weltrekord- ein anderes Modell vom selben Hersteller kann sogar noch 5 Zoll mehr nachweisen. Aber der Größere ist flach wie eine Flunder. Und er tritt mit dem konventionellen Bildseitenformat 16:9 an. So bleibt ihm die bestechende Eleganz versagt, mit der das Modell S9W auftritt: Der Neue schmückt sich, dem Zeitgeist folgend, mit konkav gebogenem Schirm, der sich obendrein mit seinem breiteren Bildseitenverhältnis 21:9 am Cinemascope-Format von Kinofilmen orientiert.
Hollywood-Werke also müssen sich den Bildschirm nicht mehr mit schwarzen Balken am oberen und unteren Rand teilen- sie füllen die Bildfläche aus. Ein zartes Gestell aus Aluminiumlegierung trägt den Schirm nicht nur sicher, es unterstreicht auch die feine Anmutung des Konstrukts, ebenso wie seine mit einer Holzoberfläche veredelte Rückwand.
Leichte Orientierung mit dem Lichtpointer
Eindrucksvoll sind auch die technischen Ingredienzen dieses Riesen. Er rastert die Bilder mit Ultra-HD-Auflösung, erweitert deren Pixelfülle in der Horizontalen aber, seiner besonderen Breite entsprechend, noch um 1280 weitere Bildpunkte, um somit 5120 mal 2160 Pixel auf die Bildfläche zu bringen. Sie lassen sich nicht allein fürs ganz große Kino nutzen. Möglich ist auch die Aufteilung des Bildschirms – etwa für eine HDTV-Sendung auf der linken Seite, während der Internet-Browser oder eine Mediatheken-App rechts daneben zum Surfen einlädt.
Stichwort Internet: Natürlich ist der Super-Fernseher smart, bringt also Web-Anwendungen mit, ebenso wie den Zugang zu Onlinevideotheken, Spieleportalen und Medienarchiven auf Festplatten im Heimnetzwerk. Den Zugriff organisiert der große Samsung so clever wie seine kleineren Artgenossen: Eine Smarthub-Taste auf der Fernbedienung führt direkt zu den Piktogrammen für die Angebotskategorien, und von dort aus landet man ohne Umwege in der Videothek, im Spieleportal oder in der App-Sammlung. Die kleinere Version der beiden mitgelieferten Infrarotsender hat ein Touchpad, einen Bewegungssensor und einen LED-Punktstrahler. Damit klappt die Navigation auf dem Bildschirm besonders einfach – zum Beispiel durch simples Bewegen der Fernbedienung in der Luft. Zeigt dabei der Lichtpointer auf den Schirm, fällt die Orientierung noch leichter.
