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Neue Kamera Panasonic HX-A500 überrascht mit Bildqualität

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Die neue Panasonic-Kamera überrascht nicht nur mit ihrer Bildqualität, sondern schafft in ihrer Geräteklasse auch noch eine kleine Sensation.

Die plakative Aufschrift 4k macht neugierig, zumal dann, wenn sie eine Action-Kamera für Fahrrad und Sturzhelm ziert. Panasonic malt sie unübersehbar aufs Gehäuse des jüngsten Modells HX-A500 und will damit signalisieren: Die mobile Maschine filmt mit einem Raster, das die neue Generation der Ultra-HD-Schirme bis zum letzten Pixel füllt, also mit mehr als acht Megapixel je Einzelbild. Das kann ein Konkurrenzmodell von GoPro auch, aber nur mit ruckeligen 15 Einzelbildern je Sekunde. Panasonics Apparat aber schafft 25 Einzelbilder – ein klarer Vorteil und in dieser Geräteklasse eine kleine Sensation. Was bringt das?

Ein paar Basis-Fakten vor der technischen Diskussion: Die HX-A500 ist in leuchtendem Orange oder in Schwarz zu haben, kostet um 400 Euro und besteht, wie schon das Vorgängermodell HX-A100, eigentlich aus zwei separaten, über ein Kabel fest miteinander verbundenen Komponenten: In einem rechteckigen Gehäuse von der Größe des Ur-iPod sitzen Video-, W-Lan und NFC-Elektronik sowie der Akku. Hinter einer gegen Staub und Wasser abgedichteten Klappe verbergen sich ein Schacht für eine Micro-SDHC-Karte und ein Mikro-USB-Anschluss, der auch den Ladestrom entgegennimmt. Kamera-Auge und Mikrofon stecken im zweiten, runden und nur 31 Gramm leichten Gehäuse.

Eine Rarität unter den Action-Kameras

Das Konzept hat einiges für sich: Auf dem Elektronik-Gehäuse ist somit Platz für einen, wenn auch kleinen, Sucher-Monitor- die meisten anderen Action-Kameras können damit nicht dienen. Auch die Bedienelemente – darunter eine Vierwege-Taste, die durch das übersichtliche Einstellmenü führt – profitieren von der großzügigen Fläche auf dem Kommando-Block. Für den praktischen Einsatz liefert Panasonic einen Kopfbügel mit einer Halterung für das Kamerateil mit. Für die Steuerelektronik gibt es eine kleine Tasche am Gurt, die sich zum Beispiel am Oberarm befestigen lässt. Weitere Halterungen, etwa für den Fahrradlenker, liefert Panasonic als Sonderzubehör.

30640910 Befestigungszubehör für die HX-A500 von Panasonic

Wer mag, kann die Kamera auch per „Image App“ über W-Lan mit dem Smartphone steuern. Diese Software kann Standbilder – die Kamera schießt sie (ohne Interpolation) mit bis zu acht Megapixel Auflösung – gleich auf Facebook und ähnlichen Plattformen posten. Für die ambulante Wiedergabe ist die Smartphone-App sogar unverzichtbar, der Kamera-Monitor spielt stets nur die letzte Aufnahme für ein paar Sekunden an, aus Gründen, die sich uns nicht so ganz erschließen.

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Für Video-Aufnahmen gibt es, eine Rarität unter den Action-Kameras, einen elektronischen Bildstabilisator, der allerdings Pixel-Reserven braucht und deshalb beim Filmen mit höchsten Auflösungen („4k“, also 3840 × 2160 Pixel, 25 Vollbilder je Sekunde, und Full HD, also 1920 × 1080 Pixel, 50 Vollbilder je Sekunde) nicht funktioniert. Wahlweise kann auch in Zeitlupe oder im Zeitraffer gefilmt werden.

Bestechende Bildschärfe

Mit ihrer Bildqualität hat uns die Kamera überrascht. Zwar leistet auch sie sich die üblichen Weitwinkel-Macken, verbiegt also gerade Strukturen an den Bildrändern deutlich, doch ihre Bildschärfe ist bestechend. Der 4k-Modus bietet im Vergleich zur Full-HD-Auflösung noch einmal deutlich sichtbaren Schärfegewinn, vor allem natürlich auf einem Ultra-HD-Fernseher. Aber auch auf Full-HD-Schirmen konnten wir noch gewisse Vorteile erkennen.

Allerdings empfiehlt sich die4k-Einstellung nur für Aufnahmen mit sehr ruhiger Hand. Für den Ritt auf dem Mountainbike ist Full HD die bessere Wahl- manchmal ist es sogar sinnvoll, mit nur 720 Zeilen und eingeschaltetem Bildstabilisator zu drehen. Und weil auch die Fotos sich durchaus sehen lassen können, wagen wir ein forsches Urteil: Die HX-A500 liefert derzeit die besten Action-Bilder weit und breit.