
Portugals größte Privatbank kommt nicht aus den Schlagzeilen. Anfang der vorigen Woche hatte der Chef seinen Rücktritt erklärt. Jetzt steht der Vorwurf der Geldwäsche im Raum.
Der frühere Chef der portugiesischen Banco Espirito Santo ist festgenommen worden. Ricardo Espirito Santo Salgado sollte noch am Donnerstag einem Richter vorgeführt werden, wie ein Justizvertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.
Medienberichten zufolge steht die Festnahme mit einem Geldwäschefall in Zusammenhang, in dem Salgado freiwillig als Zeuge ausgesagt hatte.
Salgado hatte Anfang der vorigen Woche auf Druck der Zentralbank seinen Rücktritt erklärt. Er hatte 22 Jahre lang an der Spitze der wichtigsten Privatbank in Portugal gestanden. Der 70-Jährige ist das Oberhaupt der portugiesischen Bankiersfamilie, die in Geldprobleme geraten ist. Vertreter der Familie konnten zunächst nicht für eine Stellungnahme erreicht werden.
