Computer & Internet

Samsung hat in New York neue Tablets vorgestellt: Galaxy Tab S

• Bookmarks: 23


Samsung will es jetzt auch auf dem Tablet-Markt wissen. Das Unternehmen hat in New York sein neues Flaggschiff vorgestellt: das Galaxy Tab S in 10,5 und 8,4 Zoll. Eine direkte Konkurrenz zu Apples iPad Air und Mini?

Eigentlich kennt man solche Riesenshows von Samsung nur, wenn es um das neue Top-Modell seiner Smartphone-Reihe geht. Aber für Donnerstag Abend hatte das Unternehmen aus Korea keinen anderen Veranstaltungsort als den Madison Square Garden in New York gemietet, um der Welt zu zeigen, dass Samsung ein neues Tablet-Flaggschiff im Angebot hat: das Galaxy Tab S. Der Buchstabe „S“ deutet die Verbindung zum Smartphone Galaxy S5 an und zeigt, dass Samsung mit dem neuen Produkt ebenso den Tablet-Markt aufmischen will wie mit dem S5 das Smartphone-Oberklassensegment.

Es ist wohl kein Zufall, dass es zwei Größen gibt, die in etwa den Konkurrenzprodukten von Apple entsprechen. Das Galaxy Tab S wird es in 10,5 Zoll geben (das iPad Air hat 9,7 Zoll) und in 8,4 Zoll (das iPad Mini hat 7,9 Zoll). Beide sind nur 6,6 Millimeter dünn, was Samsung mit dem Vergleich von fünf Scheckkarten kommuniziert, die aufeinander liegen. Das große Tablet wiegt 465 Gramm und das kleine 294 Gramm. In dieser Beziehung hat Samsung den Konkurrenten geschlagen. Das Galaxy Tab S ist leichter und dünner als die iPad-Modelle. Wenn man die neuen Samsung-Tablets in der Hand hält, „spürt“ man auch in der Tat das geringe Gewicht.

Etwas weniger Lederoptik

Samsung weicht ganz leicht von seiner bisherigen Design-Linie ab. Die Gestaltung der Rückseite hat sich im Vergleich zu den Tablets wie NotePro und TabPro etwas verändert. Die Lederoptik ist weniger geworden. Das Polycarbonat auf der Rückseite hat zwar noch die Perforierung, allerdings sind es jetzt winzige quadratische Auslassungen und keine Löcher mehr. Das Material fühlt sich härter und weniger griffig an als die Rückseiten in der Lederoptik der anderen Tablets und Smartphones.

Es gibt zwei Farbvarianten. Die dunklere nennt Samsung „Titanium Bronze“, die helle Variante trägt den Namen „Dazzling White“. Letztlich gehen die Modelle in die Farbrichtung anthrazit und weiß. Beim Rahmen hat sich Samsung wieder für das Motto entschieden: Sieht aus wie Metall, ist aber Kunststoff. Dieses Mal ist allerdings nur bei sehr genauem Hinschauen und Anfassen der Unterschied festzustellen.

An dieser Stelle muss man Apple abermals zugestehen, dass Verarbeitung und Material ihrer Produkte einfach besser sind als bei der Konkurrenz. Die neuen Tablets von Samsung wirken zwar auch edel und hochwertig, doch das Aluminium der iPads und die Feinheiten im Design heben sich noch einmal vom Galaxy Tab S ab. Diese Unterschiede befinden sich allerdings auf einem hohen qualitativen Niveau.

Sehr überzeugender Bildschirm

Ein absoluter Pluspunkt einiger Samsung-Tablets war ihr Bildschirm. Und hier hat das Unternehmen noch einmal aufgerüstet. Das Galaxy Tab S kommt mit einem Super-Amoled-Display in einer Auflösung von 2560 mal 1600 Pixeln. Der Kontrast liegt nun bei 100.000:1 und es sollen 90 Prozent des Adobe-RGB-Farbraumes erreicht werden. Schwarze Flächen zeigt der Bildschirm auch wirklich schwarz, was bei LCD-Displays häufig eine Schwäche ist, weil doch noch Licht durchschimmert.

Vom Smartphone-Flaggschiff S5 wurde die adaptive Display-Technik übernommen. Der Bildschirm passt sich der Farb- und Lichtumgebung an, indem er eigenständig Farbsättigung, Kontrast und Schärfe der Darstellung verändert. Der Effekt soll sein, dass die Augen des Nutzers nicht zwischen zwei stark unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen hin- und her wechseln müssen. Oder bei der Lektüre eines E-Books wird Schrift und Hintergrund so aufeinander abgestimmt, dass es sich angenehmer lesen lässt.

In einem ersten Hands-On konnte Samsung mit seinem Display sehr überzeugen. Die Farben sind in der Tat brillant, die Kontraste groß und eine relative Blickwinkelunabhängigkeit ist gegeben. Bei der Vorstellung in New York wurde zu Recht wieder der Bildschirm als das herausragende Merkmal in den Vordergrund gestellt.

Praktische Software-Neuigkeit

Was die Software betrifft, hatte Samsung nicht viel Neues zu bieten. Die Funktion Sidesync ist jetzt bei der Version 3.0 angelangt. Das bedeutet, dass nun auch das neue Tablet mit dem Smartphone (bisher nur Galaxy S5, andere sollen folgen) verbunden werden kann und dadurch sogar Anrufe angenommen werden können. Dieser Fall wird vermutlich eher selten eintreten, weil man in der Regel das Smartphone wohl eher bei sich hat als das Tablet.