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Kehrwoche für den Computer: Wie bei Hempels im PC

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Den PC aufschrauben und ausfegen? Ausdrücklich: Ja. Mit übertriebenem Putzfimmel hat das nichts zu tun. Auf geht’s zum Frühjahrsputz!

Wer hat den altgedienten Windows-XP-Rechner von Siemens nun auf dem Gewissen? Der wurde zwar gewiss nicht so fanatisch geliebt wie der Chic aus Cupertino, doch versah er brummig, gelegentlich sogar röhrend wie ein Heizlüfter seinen Dienst, bis ihn eines schönen Morgens, pünktlich zum viel beschrienen Ende des Supports für das Betriebssystem der Schlag traf. Doch bietet das unverhoffte Ende keinen Grund, etwa auf Microsoft mit dem Finger zu zeigen oder auf die Münchener Bank mit angeschlossener Elektroabteilung.

Unmissverständlich ist dagegen auf die graue Lebensgefährtin namens Cilly zu deuten, die, obzwar sie einfach bildschön ist, haart wie nur je eine Kartäuserkatze. Von ihren – Staub jeder Art zu Wollmäusen bindenden – Fellflusen, die fleißig vom Teppich gesaugt und vom Parkett gefegt werden müssen, hätte wohl auch das Innere des PC befreit werden sollen – wenigstens hin und wieder. Denn die Netzteil, Platinen und Laufwerke kühlenden Luftschaufler machten diesen Tower wie die meisten Rechner zu einem rechten Staubsauger.

Hitze kann die Lebenszeit des PCs halbieren

Meist genügt schon ein Blick auf, in und durch die Lüftungsgitter und -schlitze, um die ersten Staubschichten zu erkennen, die sich dort am Gehäuse abgelagert haben. Manchmal ist den Öffnungen ein Vlies als Filter hinterlegt, dann sitzt der grobe Schmutz außen. Wenn der Weg aber – wie meistens – völlig frei ist, dann schaut es tief im Innern eines Desktop-PC ärger aus als an den Lufteinlässen. Der feine Dreck, der sich entsprechend den Wegen des Luftstroms verteilt, wirkt wärmedämmend, was im Falle des Computers durchaus unerwünscht ist.

Die Bauteile erhitzen sich im Betrieb auf deutlich mehr als Zimmertemperatur. Deshalb fächelt man ihnen ja Kühlluft zu oder kühlt einzelne Komponenten eines Hochleistungs-PC gar mit Wasser-Kreisläufen. Für Festplatten beispielsweise wird von Herstellern eine Betriebstemperatur-Grenze von um die 60 Grad Celsius angegeben. Wird eine Platte dauerhaft an dieser Grenze betrieben, weil ihre Kühlung wegen Verschmutzung nicht richtig funktioniert, kann sich ihre Lebensdauer halbieren. Deshalb und nicht etwa nur aus Gründen der Hygiene empfiehlt es sich, bei Tisch- und Tower-Rechnern gelegentlich eine Innenreinigung vorzunehmen.

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Besonders rasch und einfach lässt sich eine PC-Reinigung mit Druckluft vornehmen. 400-ml-Spraydosen speziell dafür gibt es für weniger als 10 Euro im Internet oder Elektronik-Kaufhaus. Da Produkte mit so sprechenden Namen wie „Data-Flash“, spezifiziert für die Reinigung von elektronischen Geräte und EDV, auch brennbare Gase wie Butan und Propan enthalten, muss man sich mit dem Spray von heißen Gegenständen und spannungführenden Anschlüssen fernhalten. Auch ein Haushaltsstaubsauger genügt oft schon, um dem Staub im PC Herr zu werden.