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Apple oder Lenovo: Die Formel 1 der Rechner

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Flink hochgefahren, sofort einsatzbereit, feine Materialien und hart im Nehmen: Wer mehr als 1000 Euro für ein robustes Notebook ausgeben will, sollte einen Blick auf Apple oder Lenovo werfen.

So teuer? Das hört man als allererstes, wenn man die Anschaffung eines dieser beiden Notebooks zur Diskussion stellt, sei es im Büro oder zu Hause. 1300 bis 2000 Euro sind eine Hausnummer für professionelle Geräte mit erstklassiger Verarbeitungsqualität und einer Pixeldichte des Displays, die es nicht mehr erlaubt, einzelne Pünktchen voneinander zu unterscheiden. Solche Boliden waren und sind teuer. Keine Frage, man bekommt für das gleiche Geld zwei oder drei ordentliche Notebooks, die auch nicht von schlechten Eltern sind. Es geht sogar noch günstiger, nämlich mit einem Chromebook und Googles Betriebssystem oder einem Linux-Rechner.

Wer sich von solchen Erwägungen nicht beeinflussen lässt, darf getrost einen Blick auf jene Kandidaten werfen, die wir einige Wochen ausprobiert haben: Den Apple Macbook Pro mit Retina-Display und das Thinkpad X1 Carbon der Generation 2014 von Lenovo aus China. Sie faszinieren nicht nur mit ihren technischen Daten. Man muss sie nur ein, zwei Tage in Betrieb gehabt haben, um die besonderen Vorteile eines kompakten, leichten und schnellen Geräts zu entdecken: Dank SSD-Speicher statt Festplatte sind sie im Handumdrehen hochgefahren und nach wenigen Sekunden arbeitsbereit. Sie haben also nichts mehr gemeinsam mit den lahmen Rechnern aus alten Zeiten. Das Macbook Pro und das Thinkpad sind vielmehr schnelle Immer-dabei-Notebooks, die zu einem scharfen Rivalen des Tablet PC werden.

Den Chinesen haben wir nicht mit dem schnellsten Prozessor (dem Core i7 mit bis zu 3,3 Gigahertz) ausprobiert, sondern in einer mittleren Variante mit Core i5 4200. Allerdings kam der beste der drei Bildschirme zum Einsatz, die berührungsempfindliche Variante mit 2560 × 1440 Pixel auf einer Diagonale von 14 Zoll oder 35,6 Zentimeter. Bei identischer Displaygröße gibt es eine günstigere Variante in gleicher Auflösung, jedoch „ohne Touch“. Nach unten hin stehen 1600 × 900 Pixel mit Fingersteuerung zur Verfügung, die Diagonale bleibt stets gleich.

Keine berührungsempfindliche Anzeige

Gegen den 14-Zöller von Lenovo trat ein Macbook Pro mit 13 Zoll an, ebenfalls nicht das Spitzengerät, wohl aber gute obere Mittelklasse: Core i5-Prozessor und 2560 × 1600 Pixel, die Apple Retina-Display nennt. Da das aktuelle Mac-Betriebssystem Mavericks den Finger auf dem Display nicht unterstützt, gibt es auch keine berührungsempfindliche Anzeige. Beide Rechner hatten acht Gigabyte Arbeitsspeicher (weniger sollten es für ein 64-Bit-Betriebssystem auch nicht sein) und eine 240 oder 256 Gigabyte große SSD. Der kleinere Macbook Pro (31,4 × 21,9 × 1,8 Zentimeter) ist das schwerere Gerät, es wiegt 1,57 Kilogramm. Der X1 Carbon kommt auf eine Fläche von 33 × 22,2 Zentimeter bei einer Höhe von 1,5 bis 1,9 Zentimeter, er wiegt jedoch nur 1,4 Kilogramm.

Welches Gerät soll man nun nehmen?

Stellt man beide mit aufgeklapptem Display nebeneinander, gibt es sofort einen Sieger: Das Retina-Display des Macbook Pro ist dem Thinkpad hinsichtlich Brillanz, Helligkeit und Pixeldichte klar überlegen. Doch die Chinesen warten mit zwei Pluspunkten auf: Während der Macbook Pro spiegelt wie ein Weltmeister, reduziert das Lenovo-Display einen Großteil der Reflexionen. Richtig matt ist die Anzeige nicht. Apple wiederum hat unverständlicherweise die matten Displays aus dem Programm genommen. Beachten sollte man ferner: Die hochauflösende Retina-Anzeige ist zwar ein toller Hingucker, aber die zusätzlichen Pixel bedeuten nicht, dass man mehr sieht. Es bleibt der Bildschirminhalt eines 13-Zöllers, es sei denn, dass man in den Monitoreinstellungen auf sehr kleine Buchstaben umschaltet.