
Wer Jogging-Touren plant, kann mit wenig Aufwand sein Smartphone zur Fitness-Zentrale aufwerten und mit Navi als Wanderer, Jogger oder Biker losziehen.
Für sommerliche Wanderungen und sportliche Aktivitäten in der freien Natur kommt es auf die passende Outdoor-Ausstattung an. Wer in den nächsten Monaten ausgiebige Jogging-Touren plant, kann mit wenig Aufwand sein Smartphone zur Fitness-Zentrale aufwerten. Dank GPS-Satellitenempfang kennt der elektronische Begleiter den eigenen Standort, und mit geeigneten Apps erfasst er nicht nur die zurückgelegte Strecke, sondern auch die Geschwindigkeit und den errechneten Kalorienverbrauch. Die entsprechenden Apps für alle gängigen Betriebssysteme sind Legion. Fürs Joggen und Radfahren gibt es mittlerweile etliche Spezialisten, und neben der Pflichtausstattung bieten fast alle ein gehobenes Programm in der Kür: Statistische Aufzeichnungen zur späteren Auswertung am PC oder im Web-Browser gehören dazu, ferner Trainingsprogramme oder besondere Karten, die perfekt auf die jeweilige Sportart zugeschnitten sind.
Neben die sportlichen Aspekte rücken die sozialen: Da man ja ohnehin auf seinem Smartphone das Facebook- oder Twitter-Konto eingerichtet hat, soll zum Beispiel der Läufer seine Daten mitteilen und durch den Vergleich mit denen der Freunde angespornt werden. Schon während des Laufs werden die Details der Tour auf Facebook übertragen. Es lebe der virtuelle Applaus.
Runtastic auf allen Plattformen
Die Apps des von österreichischen Studenten gegründeten Unternehmens Runtastic laufen auf allen vier Smartphone-Plattformen. Sie sind für unterschiedliche Sportarten in verschiedenen Versionen gratis oder mit erweiterter Ausstattung zu Preisen von um die fünf Euro erhältlich. Runkeeper des gleichnamigen amerikanischen Herstellers steht gratis für Apples iOS und die Android-Familie bereit, die Auswertung des Trainings mit Zwischenwerten und Diagrammen ist jedoch nur mit einem kostenpflichtigen Elite-Account möglich. Wer als Läufer eine detaillierte und präzisere Auswertung sucht, werfe zudem einen Blick auf Sportuhren, die zusätzlich den Puls erfassen.
Auch Wanderer können vom Smartphone-Einsatz profitieren. Karten-Apps mitsamt Navigation haben alle aktuellen Betriebssystem-Plattformen bereits in der Standardausstattung an Bord. Aber es gibt einige Fallstricke. Das Kartenmaterial wird meist „online“ mit einer Datenverbindung im Mobilfunk nachgeladen. Kartendaten sind üppig groß, im Ausland wird der Spaß schnell teuer. Dazu kommt: Schon die Taunus-Wanderung in heimischen Gefilden zeigt, wie langsam manche Funkverbindung außerhalb der Ballungsgebiete ist. Mit nur tröpfelnden Daten im GPRS- oder Edge-Modus baut sich keine Karte auf.
Beim Wandern hilft Fahrzeugnavigation nicht weiter
Der informierte Wanderer kann auf dem Windows-Phone-Gerät der Hausmarke Nokia zum Glück die Kartendaten fast aller Länder dieser Welt zu Hause über sein W-Lan laden. So ist man unterwegs gerüstet. Mit Android von Google gibt es eine Behelfslösung: Über den Menüeintrag „Kartenbereich offline bereitstellen“ lässt sich ein Ausschnitt im Geräte-Zwischenspeicher ablegen, allerdings mit etlichen Einschränkungen. Freunde von Blackberry und iPhone sind auf eigenständige Apps für die Verwaltung von Offline-Karten angewiesen.
