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Stereomikrofon für GoPro und Spiegelreflexkameras

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Ein Stereomikrofon für die Kamera: Das iGoMic veredelt die Aufnahmen von Spiegelreflexkameras und von der kleinen Action-Cam GoPro mit glasklarem Sound.

Der chinesische Mikrofonspezialist MicW hat ein Herz für Hobbymusiker. So baut er zum Beispiel kleine, stabförmige Schallaufnehmer, die aus dem iPhone einen hochwertigen Recorder machen – ideal für den schnellen Mitschnitt während der Probe. Und für alle, die ihre musischen Bemühungen in bewegten Bildern festhalten wollen, hat der Hersteller jetzt ein spezielles Stereomikrofon entwickelt, das Aufnahmen von Spiegelreflexkameras und von der kleinen Action-Cam GoPro mit glasklarem Sound veredeln soll. Wir haben mit dem zierlichen Utensil gedreht und empfehlen die Nachahmung.

Im kleinen, schwarzen Gehäuse des iGoMic genannten Modells stecken zwei Mikrofonkapseln in xy-Stereoanordnung. Das heißt: Zwei Schallsensoren sind übereinander angeordnet und gegeneinander um 90 Grad verdreht. Sie lauschen also quasi über Kreuz. Beide haben eine sogenannte Nierencharakteristik, nehmen den Schall also beinahe rundum mit gleicher Empfindlichkeit auf. Dieses Konzept hat sich in der Stereo-Aufnahmetechnik besonders bewährt: Es steht für hohe Ortungsschärfe der Schallquellen und eine stabile Abbildung der akustischen Mitte.

Geliefert wird das iGoMic in einer stabilen, sogar mit einer wasserfesten Dichtung versehenen Transportbox aus Kunststoff, die obendrein noch Platz für die GoPro 3+ bietet. Ferner liegen im Köfferchen noch ein Windschutz aus Schaumstoff, eine spezielle Halterung zur Befestigung an der GoPro und zwei verschiedene Anschlusskabel. Die Halterung, ein stabiler Stab, lässt sich mit ein paar Handgriffen am Montagegelenk der GoPro festschrauben. Eine spezielle Schlinge aus Gummi hält das Mikrofon und entkoppelt es zugleich akustisch vom Haltestab. Zum Anschluss an Spiegelreflexkameras oder an die GoPro Hero2 dient eine Kabelverbindung mit Klinkensteckern an jedem Ende, das Kabel für die Modelle Hero 3 und Hero 3+ hat einen USB-Stecker an einem Ende.

Auch am Laptop, sagt der Hersteller, lässt sich das Mikrofon anschließen- wir können das aber nicht für alle Mobilrechner bestätigen. Am MacBook Pro jedenfalls klappte der Einsatz nicht. Das hat mit einer speziellen Anforderung zu tun: Die Aufnahmegeräte müssen eine für die Mikrofonkapseln nötige Speisespannung ausgeben und über eine passende Kontaktbelegung zur Verfügung stellen. Als kompatible Spiegelreflexkameras nennt MicW unter anderem Modelle von Canon, Nikon und Sony- wir hatten auch mit Systemkameras von Panasonic Erfolg.

Die Klangverfeinerung mit dem kleinen Mikrofon-Außenborder gelingt tatsächlich sehr eindrucksvoll: Das Klangbild der Konserve kommt dem ursprünglichen Schallereignis sehr nahe. Keine der Klangfarben tanzt vorwitzig aus der Reihe, saubere Höhenreproduktion bis hin zu den höchsten hörbaren Frequenzen verleihen den Klängen Transparenz, Klarheit und Detailfreude, und ein weiträumiges Stereopanorama mit klar identifizierbarer Mitte krönt den rundum positiven Eindruck. Somit lohnt die Anschaffung: Das iGoMic ist seinen Preis von 149 Euro allemal wert.