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Headset Jawbone Era: Freisprecher mit Charme

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Klein, leicht, ausdauernd und mit gutem Klang bewerben sich gerade eine Reihe attraktiver Bluetooth-Headsets. Der Charme des Jawbone Era sind Bauform und Gewicht.

Klein, leicht, ausdauernd und mit gutem Klang bewerben sich für diesen Sommer in der City eine ganze Reihe attraktiver Bluetooth-Headsets. Die Ohrenstöpsel erlauben nicht nur das freihändige Telefonieren. Im Nebenjob bieten sie sich als Aushilfssekretärin an. Mit Siri und der Spracherkennung diktiert man flink eine SMS oder einen neuen Eintrag bei Facebook. Auf Knopfdruck lesen sie neue Post vor – oder sagen den nächsten Termin an. Zuletzt hatten wir in der Sonntagszeitung zwei Kandidaten verglichen. Das Sennheiser Presence UC trat gegen das Plantronics Voyager Edge an.

Nun will ein weiteres federleichtes Headset auf das Siegertreppchen der besonders hochwertigen (und teuren) Sprechapparate. Jawbone schickte uns sein neues Era, das in der kleinsten Ausführung 100 Euro kostet und mit einer Schatulle, die zugleich Ladestation ist, 130 Euro. Der Charme des jungen Amerikaners sind Bauform und Gewicht: Kaum größer als ein Fingerglied, wiegt das Kleinod gerade mal sieben Gramm. Auch wenn wir es bislang nur einige Tage ausprobieren konnten: Das Era sitzt auf Anhieb prima im linken oder rechten Ohr, wechselbare Plastikaufsätze in mehreren Größen sorgen für guten Halt – auch bei hektischen Kopfbewegungen. Neben dem Ein- und Ausschalter gibt es am Gerät nur eine weitere Taste, die mehrfach belegt ist, indes gelingt die Einrichtung schnell.

Das Era gibt auch Musik wieder, und einige Befehle werden mit synthetischer Stimme beantwortet. Verblüffend gut ist die Akustik. Man hört das Gegenüber klar und präzise, die Musikwiedergabe gefällt. In lauter Umgebung macht sich die Nebengeräuschunterdrückung nützlich. Eine Vollgasbeschleunigung auf der Autobahn zeigte allerdings auch: Das Plantronics ist stets einen Tick besser. Stimmen werden präziser und vor allem lauter wiedergegeben, Nebengeräusche noch besser unterdrückt. In diesem Sinne empfiehlt sich das Jawbone Era eher für Büro, Fahrrad und Freibad. Die Gesprächszeit mit einer Akkuladung liegt bei vier Stunden.

Wenn man zwischendurch das Gerätchen in die Schatulle einsetzt, wird indes der Kraftspender nachgeladen. Dank Micro-USB am Headset ist das Laden mit einem Handy-Netzteil kein Problem. Ferner lassen sich mehrere Telefone gleichzeitig ankoppeln. Im Vergleich mit dem Plantronics vermisst man einige Kleinigkeiten, die im Alltagseinsatz durchaus bedeutsam sein können: Sensoren, die beim Aufsetzen das Gespräch annehmen oder das Annehmen des Telefonats mit Sprachkommandos. Auch werden beim Era nur bis zu 20 Kontakte mit ihrem Namen akustisch angekündigt und nicht alle aus dem eigenen Telefonbuch.