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Zinshändler: Deutsche Bank gegen außergerichtliche Einigung

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Wegen der möglichen Manipulation der Referenzzinsen Euribor und Libor hat die Deutsche Bank vier Zinshändler entlassen. Die wollen jedoch ihre alten Stellen zurück. Eine außergerichtliche Einigung wird es nach einem Medienbericht wohl nicht geben.

Die Deutsche Bank sperrt sich einem Bericht des Magazins „Der Spiegel“ zufolge gegen eine außergerichtliche Einigung im Streit mit vier Zinshändlern. Dabei geht es um die fristlose Kündigung von vier Mitarbeitern wegen der möglichen Manipulation der Referenzzinsen Euribor und Libor.

Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte die Kündigung im vergangenen Herbst für unverhältnismäßig und damit für unwirksam erklärt, weil die Bank durch ihre Organisation für einen Interessenkonflikt gesorgt habe. Dagegen legte die Bank Berufung ein. Das Landesarbeitsgericht schlug dem Institut laut „Spiegel“ zuletzt eine außergerichtliche Einigung vor, dies lehnte die Deutsche Bank demnach aber ab. Ein Sprecher der Bank wollte den Bericht am Sonntag auf dpa-Anfrage nicht kommentieren.

Die vier Händler waren an der Festsetzung der Zinssätze Euribor und Libor beteiligt. Bei ihnen handelt es sich um zwei Managing Directors, einen Vice President und einen Director. Die Bank wirft ihnen vor, sich per Chat und E-Mail verbotenerweise auch mit Derivate-Händlern im eigenen Haus ausgetauscht zu haben. Auch wenn das Berufungsurteil noch aussteht, muss die Deutsche Bank ihnen ihre ursprünglichen Stellen nach einer Entscheidung des Hessischen Landesarbeitsgerichts zurückgeben.

Diese Entscheidung bringt die Bank allerdings in eine Zwickmühle. Denn eine andere Behörde hat etwas gegen die Wiedereinstellung: Die Finanzaufsicht Bafin hat die Weiterbeschäftigung der Händler an ihren alten Positionen schon vor Monaten verboten.

Der Libor gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken gegenseitig Geld leihen, der Euribor ist praktisch die Euro-Variante. Die Zinssätze werden täglich von internationalen Großbanken gemeinsam festgelegt. Die EU-Kommission hatte im Dezember Strafen gegen mehrere Großbanken wegen der Manipulation von Zinssätzen verhängt.