
Seit die Königsklasse der Fernsehgeräte die Bilder mit rund 8 Millionen Bildpunkten rastert, steht die Frage im Heimkino-Raum: Was, um alles in der Welt, fangen wir mit der neuen Pixelflut überhaupt an?
Seit die Königsklasse der Fernsehgeräte die Bilder mit rund 8 Millionen Bildpunkten rastert, steht die Frage im Heimkino-Raum: Was, um alles in der Welt, fangen wir mit der neuen Pixelflut überhaupt an? Fernsehprogramme in Ultra-HD-Qualität sind noch nicht in Sicht, elektronische Videotheken bereiten sich erst allmählich darauf vor, Filme in angemessener Qualität bereitzustellen, für Video-Scheiben der neuen Güteklasse wurde bisher noch nicht einmal ein Standard definiert. Also können vorerst nur Eigenproduktionen das Ultra-HD-Programmvakuum füllen – so ähnlich wie weiland in der Frühphase der HDTV-Ära.
Dafür allerdings gibt es schon bald interessante Gerätschaften: Sony hat bereits im Januar seinen Ultra-HD-Camcorder FDR-AX100EB vorgestellt, nun zieht Panasonic mit zwei Modellen nach, die eigentlich nur eines gemeinsam haben: Sie können Videos in Ultra HD produzieren. Mit beiden Aufnahme-Maschinen haben wir bereits erste flüchtige Bekanntschaft gemacht, eine ausführliche Erprobung wird folgen, sobald Seriengeräte verfügbar sind.
Die Sportiven im Lande können sich vom Juni an für rund 500 Euro die Action Cam HX-A500 zulegen, eine Kombination aus winziger, fahrradhelmtauglicher Kameraeinheit und passendem, am Armband fixierbarem Recorderblock. Ein ähnliches Modell, das in HD-Auflösung filmt, hat Panasonic als HX-A100 schon seit Jahr und Tag im Programm- der kleine Nachfolger, in Orange und Schwarz zu haben, nimmt nun sogar im Ultra-HD-Pixelraster 3840 × 2160 auf, und zwar mit 25 Vollbildern je Sekunde. Auch von GoPro gibt es schon eine Ultra-HD-taugliche Action Cam, aber die schafft in dieser Auflösung nur 15 Einzelbilder je Sekunde, was für flüssige Bildschirmdarstellungen einfach zu wenig ist.
Panasonics Neuling dagegen füllt große Ultra-HD-Bildschirme mit verblüffend ansehnlichen Bildern. Allerdings: Mit fester Weitwinkel-Brennweite geschossene, unruhige Action-Bilder lassen die Ultra-HD-Schärfe nur rudimentär zur Geltung kommen- für höchste Mattscheiben-Ästhetik braucht man andere Hardware, etwa das brandneue Systemkamera-Flaggschiff Lumix GH4 des Herstellers, das im Lauf des Sommers in die Läden kommen soll. Als Preis für das reine Kameragehäuse nennt Panasonic 1499 Euro. Wir haben mit diesem Gerät am Rand einer Pressekonferenz Videos von atemraubender technischer Qualität gedreht- die Kamera ist ein Geheimtipp für Ultra-HD-Früheinsteiger.
Ein paar technische Details: Die Ultra-HD-Bilder werden mit 25 Vollbildern aufgezeichnet, ein spezieller Kino-Modus schafft sogar 4096 × 2160 Pixel mit 24 Bildern je Sekunde. Profis können die Kamera mit dem Schnittstellenadapter DMW-YAGH (2000 Euro) erweitern, der den Ton über symmetrische Ausgänge entlässt und Ultra-HD-Videos sogar mit 10 Bit Auflösung ausgibt – für phantastisch feine Farbabstufungen.
