
Frankreichs größte Bank wird bei der Tochtergesellschaft in der Ukraine Stellen abbauen. Die Bank beschäftigt dort derzeit noch rund 7000 Mitarbeiter.
BNP Paribas streicht 1600 Stellen in der Ukraine. Der Abbau werde bis 2015 erfolgen, sagte der Chef von Frankreichs größter börsennotierter Bank, Jean-Laurent Bonnafe, am Montag in Paris. In den letzten Wochen habe das Hauptaugenmerk darauf gelegen, die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Zu Sanktionen gegen Russland wegen der Krim-Krise sagte Bonnafe, sein Institut werde sich an die Vorgaben halten.
Im vergangenen Jahr schloss die Bank in der Ukraine bereits 84 Filialen. Gegenwärtig unterhält BNP noch rund 500 Filialen in der Ukraine, sagte Bonnafe. Ende 2013 hatte die Bank in der Ukraine Kredite über 1,6 Milliarden Euro ausstehen. Das Volumen ausstehender Kredite soll weiter sinken.
Ende 2013 beschäftigte BNP Paribas in der Ukraine 7155 Mitarbeiter – mehr als in jedem anderen osteuropäischen Land und mehr als in Großbritannien, geht aus dem Jahresbericht hervor.
BNP Paribas hatte im Jahr 2006 51 Prozent der Anteile an der Ukrsibbank erworben. Inzwischen hält BNP Paribas etwa 85 Prozent. Die übrigen Anteile hält die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD).
