
Die Designerin L’Wren Scott ist tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden, das bestätigte die New Yorker Polizei. Scott war seit 2001 die Langzeit-Freundin von Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger.
Man konnte sie kaum übersehen. Mit 1,94 Meter Körpergröße überragte L’Wren – Lauren ausgesprochen – Scott fast jeden Mann, ihren Langzeit-Freund Mick Jagger (1,78 Meter) allemal. Die beiden waren seit 2001 ein Paar. Doch Karriere machte die Frau an der Seite des Rolling-Stones-Frontmanns nicht erst durch ihn. Der berühmte Fotograf Bruce Weber entdeckte Luann Bambrough, wie sie damals noch hieß, in den frühen Achtzigern zufällig in ihrer Heimatstadt in Utah, wo sie von mormonischen Adoptiveltern aufgezogen wurde. Auf sein Anraten hin ging sie nach Paris, um Model zu werden. Bald schon war sie auf den Laufstegen zu sehen – unter anderen für Thierry Mugler oder auch Chanel.
Doch nur schön sein wollte die junge Frau nicht. Und so begann sie, erfolgreich als Stylistin zu arbeiten. Herb Ritts, Helmut Newton und Mario Sorrenti verließen sich auf ihr Stilgefühl, bald schon begann sie, ganze Filme auszustatten, darunter den letzten Film von Stanley Kubrick „Eyes Wide Shut“ (1999) mit Nicole Kidman und Tom Cruise in den Hauptrollen. Ihr Geschmack wurde geschätzt, Kidman, aber auch Madonna, Sarah Jessica Parker, Angelina Jolie und Penélope Cruz trugen auf den Roten Teppichen etwa zur Oscar-Verleihung Kleider von L’Wren Scott. Im Jahr 2000 war sie die erste offiziell verantwortliche Stylistin für die Academy Awards. Seit 2006 entwarf sie eigene Kollektionen unter ihrem Namen, auf die sogar First Lady Michelle Obama und Première Dame Carla Bruni-Sarkozy zurückgriffen.
Die New Yorker Polizei bestätigte am Montagabend Medienberichte, wonach die Neunundvierzigjährige im Morgen leblos in ihrer Wohnung im New Yorker Stadtteil Chelsea aufgefunden worden war. Ein Sprecher von Mick Jagger wurde mit den Worten gegenüber dem Sender ABC zitiert, der Sänger sei „tief schockiert und niedergeschmettert“ von der Nachricht. Zur Todesursache gab es keine offiziellen Angaben. In Medienberichten war von einem möglichen Suizid die Rede. Angeblich habe sich die Designerin an einer Türklinke erhängt.
