
Der Autohersteller PSA Peugeot-Citroën hat in Folge der Euro-Krise milliardenschwere Staatsgarantien erhalten und sich im Gegenzug dazu verpflichtet, einen Vertreter der Regierung ins Kontrollgremium aufzunehmen.
Der Aufsichtsrat des Autoherstellers PSA Peugeot-Citroën hat Louis Gallois zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Thierry Peugeot ab, den Vertreter der Familienaktionäre, die durch den Einstieg des französischen Staates und des chinesischen Herstellers Dongfeng ihre Führungsrolle verloren haben. Die Peugeot-Familie verliert dadurch die Kontrolle über den Konzern.
Für Gallois hat sich die französische Regierung eingesetzt. Sein Gegenkandidat war Gérard Hauser, früher Chef des Kabelherstellers Nexans.
Der Autohersteller PSA hatte in Folge der Euro-Krise milliardenschwere Staatsgarantien erhalten und sich im Gegenzug dazu verpflichtet, einen Vertreter der Regierung ins Kontrollgremium aufzunehmen.
Der Franzose Gallois leitete von 2007 bis 2012 nicht nur den mittlerweile in Airbus umbenannten europäischen Luft- und
Raumfahrtkonzern EADS sondern davor auch die französische Staatsbahn SNCF. Zuletzt arbeitete er unter anderem als Regierungsbeauftragter für Investitionsfragen. Im PSA-Aufsichtsrat sitzt er seit Ende 2012.
