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Netbook von Medion: Für Rechner

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Obwohl Netbooks größtenteils von Tablet PCs abgelöst wurden, bringt Aldi-Marke Medion ein neues Gerät auf den Markt. Doch das günstige Akoya erfordert Kompromisse.

Netbooks sind nahezu ausgestorben. Der Tablet PC hat ihnen den Garaus gemacht, obwohl sie mit Tastatur und Standard-Betriebssystem als nahezu vollwertiges Arbeitsgerät dienen konnten. Aldi-Hauslieferant Medion hat abermals einen handlichen Mobilrechner neu aufgelegt: Der Akoya E1318T ist die verbesserte Version des 10-Zoll-Multitouch-Notebook, und damit sind einige wichtige Parameter benannt: Der Kleine arbeitet unter Windows 8.1 und bringt ein berührungsempfindliches Display für die Fingerbedienung mit. Auf einer Diagonale von 25 Zentimeter ist die Auflösung nicht schlechter als bei vielen 13-Zoll-Modellen: 1366 × 768 Pixel in sehr kleiner Darstellung.

Medion hat zwei Verbesserungen vorgenommen: Es sind bei gleichem Preis (moderate 300 Euro) vier statt zwei Gigabyte Arbeitsspeicher an Bord, und die Festplatte rotiert mit 7200 statt 5400 Umdrehungen pro Minute. Ein Schnellläufer wird der Akoya damit aber nicht: Der A4-Prozessor von AMD mit eingebautem Grafikchip (Radeon HD 8180) spielt in einer anderen Liga als die gängige Ultrabook-Architektur von Intel, er ist einer der langsamsten Prozessoren, die man derzeit neu kaufen kann. Arbeitstempo und Energieeffizienz sind die Schwachpunkte. Der Lüfter ist zwar nicht besonders laut, aber man hört ihn ununterbrochen, und auch die Festplatte ist alles andere als lautlos.

Das Arbeitstempo reicht fürs Web-Browsen und für gängige Office-Anwendungen, das Display verfälscht allerdings die Farben und zeigt ausgeblichene Fotos. Zwischen vier und fünf Stunden hält der vom Anwender selbst wechselbare Akku (3000 Milliamperestunden) durch, auch das ist unterdurchschnittlich. Der Akoya hat eine Standfläche, die kleiner als ein DIN-A4-Blatt ist (26,5 × 18,5 Zentimeter), und so müssen sich auch Tastatur und Trackpad bescheiden. Wer mit zehn Fingern schreibt, muss üben, auch gelangen uns die theoretisch möglichen Drei-Finger-Gesten auf der berührungsempfindlichen Fläche vor der Tastatur nur selten. Was in der Fläche gespart wurde, geht in die Höhe: Sage und schreibe drei Zentimeter sind es zugeklappt.

Trotz Ärgernissen gute Ausstattung

Die weitere Ausstattung holt etliche Pluspunkte: einmal USB 3 plus zwei USB-2-Schnittstellen, das aktuelle Bluetooth in Version 4, SD-Kartenleser und neben dem VGA- auch ein digitaler HDMI-Ausgang. Office Home &amp- Student 2013 (im Gegenwert von 140 Euro) wird als Teil des Lieferumfangs beworben, unserem Testgerät fehlte jedoch die erforderliche Lizenznummer. Ärgerlich ist, dass auch dieser Akoya vollgepackt ist mit Werbebeigaben, deren Deinstallation einige Stunden dauert.

Als Arbeitsmaschine für den täglichen Einsatz leidet dieses Netbook unter der geringen Rechenleistung und gewöhnungsbedürftigen Tastatur. In unserer subjektiven Wahrnehmung sprechen auch die Hintergrundgeräusche durch Lüfter und Festplatte gegen ihn. Wem diese Kompromisse nicht zu viel sind, der bekommt ein Gerät in kompakter Bauform zu einem attraktiven Preis.

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