
Tausende Amerikanerinnen machen Antibabypillen von Bayer für gefährliche Blutgerinnsel verantwortlich. Der Pharmakonzern hat inzwischen 1,7 Milliarden Dollar für juristische Vergleiche gezahlt.
Der juristische Streit in den Vereinigten Staaten um gesundheitliche Folgen seiner Antibabypillen Yasmin und Yaz hat Bayer inzwischen 1,69 Milliarden Dollar an Vergleichszahlungen gekostet. Bayer habe sich in Amerika bis zum 10. Februar 2014 mit insgesamt 8250 Klägerinnen verglichen, teilte der Konzern am Freitag in Leverkusen mit. Der Gerichtsstreit in den Vereinigten Staaten um Thrombose-Gefahren der Bayer-Pillen hält schon Jahre an.
Der Pharma- und Chemiekonzern vergleicht sich nur mit solchen Klägerinnen, bei denen gefährliche Blutgerinnsel, etwa Venenthrombosen oder Lungenembolien, aufgetreten sind.
Die Antibaby-Pillen gehören zu den umsatzstärksten Präparaten von Bayer: Mit Yaz, Yasmin und Yasminelle setzte der Konzern 2013 zusammen weltweit 853 Millionen Euro um.
Der Pharmkonzern fährt insgesamt weiter auf Erfolgskurs: Unter dem Strich verdiente Bayer im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden Euro, ein Anstieg von über 32 Prozent, teilte das Unternehmen am Freitag bei der Bilanzvorlage in Leverkusen mit.
