Gesellschaft

Bauernverband warnt vor Afrikanischer Schweinepest

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Durch die Seuche droht europäischen Landwirten ein verheerender Schaden. Gegen die afrikanische Schweinepest gibt es bislang keinen Impfstoff.

Der Deutsche Bauernverband hat die Landwirte aufgerufen, ihre Betriebe vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen. „Massiv verstärkte Vorbeugungsmaßnahmen sind das Gebot der Stunde, mögliche Übertragungswege müssen unterbunden werden“, sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken. So dürften nur unbedingt notwendige Besucher wie Tierärzte in die Ställe. Auch bei Fahrten zwischen den Betrieben sollten sich die Bauern auf das Nötigste beschränken.

Die Afrikanische Schweinepest hatte nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts vor wenigen Tagen die EU erreicht. In zwei Regionen Litauens wurde die tödliche Tierseuche festgestellt, die neben Hausschweinen auch Wildschweine befällt. Für Menschen und andere Haus- und Wildtiere sei sie ungefährlich, betont das Institut.

Kein Fleisch aus betroffenen Ländern

„Wirtschaftlich sind die Folgen nicht nur für die betroffenen Betriebe, sondern für alle Schweinehalter verheerend“, warnte Krüsken. Handelspartner nähmen auch einzelne Fälle zum Anlass, kein Fleisch mehr aus den betroffenen Ländern zu kaufen. Die EU-Kommission hatte am Freitag von Russland die Aufhebung des Importverbots für Schweinefleisch aus der EU verlangt.

„Da es keinen Impfstoff für die Afrikanische Schweinepest gibt, ist die Situation besonders schwierig und Vorbeugung so wichtig“, sagte Krüsken. Das Loeffler-Instiut nannte neben Transportfahrzeugen besonders das Verfüttern von Speiseabfällen als Infektionsquelle.