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Deutsche Aktien erholen sich

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Dank einer freundlicheren Börse in New York haben sich auch in Deutschland die Aktienkurse am Nachmittag erholt.

Nach vier Verlusttagen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag wieder etwas erholt. Rückenwind kam aus Übersee: An den Währungsmärkten der kriselnden Schwellenländer entspannte sich die Lage zum Teil und in den Vereinigten Staaten gaben mehrheitlich gute Konjunkturdaten den dortigen Börsen Auftrieb. Der Dax schloss 0,62 Prozent höher mit 9407 Punkten. Der mit 100 Werten den Aktienmarkt umfangreicher abbildende F.A.Z.-Index legt 0,7 Prozent auf 1978 Zähler zu.

Am frühen Nachmittag hatten aus den Vereinigten Staaten Meldungen über überraschend gesunkene Aufträge für langlebige Güter auf die Stimmung gedrückt. Doch dann sorgten stark gestiegene Hauspreise und das besser als erwartete Verbrauchervertrauen für Entlastung. Letzteres lasse Konjunktursorgen für „nach wie vor nicht angebracht“ erscheinen, schrieb Volkswirt Johannes Jander von der Helaba. Allerdings sollten sie auch keine Spekulationen über eine forciertere Gangart der amerikanischen Notenbank Fed bei der Reduzierung ihrer Anleihekäufe schüren. Dafür sprächen auch die enttäuschenden Auftragseingänge. Bankvolkswirte erwarten mehrheitlich, dass die Währungshüter ihre zur Konjunkturbelebung aufgelegten Wertpapierkäufe am Mittwoch um weitere zehn Milliarden Dollar reduzieren werden.

Siemens schlossen nach heftigen Kursschwankungen 1,6 Prozent fester. Der Konzern hat im ersten Geschäftsquartal dank schrumpfender Sonderkosten seinen Gewinn deutlich gesteigert. Allerdings hatte der starke Euro einen Großteil der jüngsten Einsparungen zunichte gemacht. Osram verteuerten sich um 2,8 Prozent. Die Philips-Resultate im Schlussquartal, in dem auch die Lichttechnik-Sparte stark gewachsen sei, untermauerten die positive Einschätzung der am Mittwoch erwarteten Quartalszahlen des Lichtspezialisten, sagte ein Händler.

Software AG legten 7,15 Prozent zu. Der Softwarehersteller hat im vierten Quartal dank guter Geschäfte mit Prozess-Software seinen Negativtrend stark abgebremst. „Keine schlechten Nachrichten sind gute Nachrichten“, kommentierte ein Analyst die Ergebnisse. Dagegen verloren Jenoptik 2,2 Prozent. Ein Börsianer sah den Ausblick des Technologiekonzerns unter den Markterwartungen.

Apple belastet die Nasdaq

Die amerikanischen Börsen haben sich am Dienstag weiter stabilisiert. Der Dow Jones Industrial legt 0,4 Prozent auf 15.904 Punkte zu, für den marktbreiten S&amp-P-500-Index geht es um 0,4 Prozent auf 1789 Punkte nach oben. An der Nasdaq verhindert die schwache Apple-Aktie eine klarere Erholung: der Nasdaq Composite gibt leicht auf 4082 Punkte nach.

Pfizer legen nach einer positiv aufgenommenen Bilanzvorlage 2,9 Prozent zu. Der Pharmakonzern hat im vierten Quartal von Kosteneinsparungen und der Nachfrage nach neueren Medikamenten profitiert. DuPont konnten dagegen ihre anfänglichen Gewinne nicht halten und geben 0,55 Prozent ab. Dabei überraschte das Schlussquartal 2013 vor allem dank gut laufenden Geschäfte mit Agrochemikalien positiv. Apple enttäuschten den Markt, was den Aktienkurs um mehr als 7 Prozent fallen lässt. Zwar hatte Apple im Weihnachtsgeschäft mehr iPhones und iPads verkauft als jemals zuvor, jedoch hatten die Zuwächse unter denen der Vergangenheit und auch unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Vor allem aber zeigten sich die Börsianer vom Ausblick enttäuscht.