
Die Zahl der Beschwerden bei der Bundeswehr sind auf dem höchsten Stand seit 1959. Die individuellen Bedürfnisse der Soldaten würden zu wenig berücksichtigt.
Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus, stellt an diesem Dienstag (11.30 Uhr) seinen Jahresbericht vor. Danach ist die Zahl der Beschwerden aus der Truppe gemessen an der Zahl der Soldaten auf den höchsten Stand seit Beginn der Erfassung 1959 gestiegen.
Königshaus führt die Unzufriedenheit unter anderem auf die Bundeswehrreform zurück. Die sehr ehrgeizige Planung und das hohe Tempo bei Grundsatzentscheidungen hätten dazu geführt, dass die individuellen Bedürfnisse der Soldaten zu wenig berücksichtigt worden seien, sagte er kürzlich in einem dpa-Interview.
Die Initiative von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für eine familienfreundlichere Bundeswehr hat Königshaus begrüßt. Der Wehrbeauftragte gilt als Anwalt der Soldaten. Seine Aufgabe ist es, das Parlament auf Missstände bei der Bundeswehr aufmerksam zu machen.
