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Moto X kommt nach Deutschland

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Es soll der Wiedereinstieg ins Smartphone-Geschäft sein. Motorola bringt sein Flaggschiff Moto X jetzt auch nach Deutschland. Die Konkurrenz kommt aus dem eigenen Haus.

Eigentlich hatte man in Deutschland schon im letzten Jahr erwartet, dass Motorola sein neues Flaggschiff Moto X auf den Markt bringt. Doch das Unternehmen wollte offenbar erst einmal schauen, wie es sich in Amerika verkauft, bevor man mit ihm hierzulande den Wiedereinstieg in den Smartphone-Markt wagt.

Die Marke Motorola sollte dennoch schon mal in den Läden auftauchen. Also führte man Ende des letzten Jahres hier erst einmal das Moto G ein. Mit einem Preis von 169 Euro besetzt das “Billig-Modell“ ein Preissegment, in dem noch nicht so dichtes Gedränge herrscht wie in der Liga, in der das iPhone 5s oder Samsung Galaxy S4 jenseits der 500 Euro spielen. Angeblich verkauft sich das Moto G auch gut in Deutschland.

Jetzt erst traut sich Motorola mit dem Moto X auf den Markt. Von den technischen Daten her betrachtet, zählt es zur unteren Oberklasse. Es läuft mit einem recht flotten Prozessor, einem Snapdragon S4 Pro von Qualcomm. Der Bildschirm hat eine durchschnittliche Auflösung von 720 x 1280 Pixel und ist 4,7 Zoll groß. Die Kamera für den Fotoeinsatz hat 10 Megapixel und die Kamera für den Videochat 2 Megapixel. Der interne Speicher von 16 Gigabyte ist nicht gerade üppig. Dafür ist an Schnittstellen alles da: Bluetooth 4.0, NFC, Wi-Fi 802.11ac und LTE. Es wird zudem mit der aktuellen Android-Version 4.4 KitKat ausgeliefert.

Reagiert ohne Berührung

Motorola hat sich bei der Software etwas Besonderes einfallen lassen. Als Google-Unternehmen beziehen sich die neuen Funktionen natürlich auch auf dessen Dienste. So ist etwa Google Now aufrufbar, ohne dass man das Moto X überhaupt berühren muss. Damit nicht jeder mit dem Gerät kommunizieren kann, ist diese Funktion auf die Stimme des Nutzers eingeschränkt. Es genügen Fragen wie „Wie wird heute das Wetter?“ und Moto X antwortet.

Richtig schlafen will es nicht. Motorola formuliert das so: „Auch im Stand-by-Modus ist es up to date“. Ein Autor beschrieb es auf FAZ.NET so: „Es potenziert die Möglichkeiten staatlicher oder sonstiger Überwachung. Denn sogar im Ruhezustand kann das Moto X auf Sprachbefehle reagieren.“ Die Ansicht des Autors teilen wir nicht, aber es war bei der Einführung des Moto X in Amerika in einigen Blogs ein Thema – und könnte es in Deutschland noch einmal sein.

Preis wirkt attraktiv

Ohne dass Moto X getestet zu haben – was in den nächsten Wochen folgen wird -, muss man Motorola zugestehen, dass der Preis attraktiv wirkt. Es kostet 399 Euro. Damit liegt es deutlich unterhalb der bereits erwähnten Oberklasse-Geräte wie iPhone und Galaxy S4, könnte aber mit diesen aufgrund seiner Hardware auch nicht wirklich mithalten.

Überraschenderweise versucht Motorola sich mit dem Moto X dort zu etablieren, wo sich ein Smartphone aus dem eigenen Haus gerade breit macht: das Google Nexus 5. Dieses kostet allerdings mit 349 Euro noch weniger und gehört aufgrund seiner technischen Ausstattung eher zur Oberklasse. So hat etwa das Display des Nexus 5 eine Full-HD-Auflösung und der Prozessor ist einer der schnellsten auf dem Smartphone-Markt. Und wer an Googles Nexus 5 Gefallen gefunden hat, könnte sich auch gleich das sehr ähnliche (LG baut das Nexus 5) – und ein bisschen bessere – G 2 von LG kaufen. Das bekommt man bei Amazon schon für 429 Euro.

Letztlich wird der Test zeigen, wie viel das Moto X von Motorola wert ist. Diesen lesen sie demnächst bei FAZ.NET.