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Musik-Spielpartner fürs Notebook

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Der Lautsprecher Audioengine 5+ ist kompakt und erschwinglich. Die Funk-Wandler-Kombi D2 erweist sich klanglich als echter Geheimtipp.

Unter High-End-Puristen galt das gemeine Notebook lange als unmusikalischer Rechenknecht niederster Charge. Aber nach und nach hat es sich auch in Kreisen der Hellhörigen einen guten Ruf als HiFi-Zuspieler erarbeitet. Das hängt auch mit jenen Online-Plattformen zusammen, die Musik in hohen Auflösungen zum Download anbieten – etwa mit Studio-Eckdaten wie 96 Kilohertz Abtastfrequenz und 24 Bit Amplitudenauflösung. Um solche Formate angemessen hörbar zu machen, bedarf es eines externen Digital-Analog-Wandlers. Wir haben uns mit einem Modell beschäftigt, das die Wandlerfunktion gleich noch mit der Funkbrücke verbindet.

Die Lösung stammt vom amerikanischen Anbieter Audioengine, hört auf den Namen D2, kostet um 600 Euro und funktioniert so: Eine Sendereinheit bezieht die Musik vom Computer über einen USB-Anschluss oder über einen optischen Digitaleingang, ein passender Empfänger gibt den Ton analog aus oder über einen optischen Digitalausgang. Das System arbeitet unabhängig vom heimischen W-Lan. Folglich entfallen umständliche Konfigurationsarbeiten. Der USB-Eingang akzeptiert selbst extreme Auflösungen von 192 Kilohertz/24 Bit – vorausgesetzt, die Notebook-Treiber erlauben die Ausgabe solcher Signale. Audioengine hat obendrein noch Aktiv-Lautsprecher im Programm, die mit dem Charme kleiner Studio-Monitore auftreten und gut zur Wandler-Luftbrücke passen- wir haben das Modell 5+ ausgesucht, um eine kompakte Komplettanlage zusammenzustellen. In einer hübschen Variante mit Bambusgehäuse kosten die Lautsprecher, die den Verstärker für beide Kanäle in der linken Boxen verstecken, um 470 Euro.

Was diese zierliche HiFi-Kette an tönender Qualität entlässt, adelt sie schlicht zum Geheimtipp. Die Keflar-Membranen der Lautsprecher agieren so dynamisch, lebendig und einfühlsam, dass wir die Lautsprecher beim ersten Testhören auf ein Vielfaches ihres tatsächlichen Preises taxierten. Einzig um die Basswiedergabe, die angesichts der Gehäusedimensionen natürlich nicht abgrundtief sein kann, muss man sich mit etwas Akribie kümmern. Stimmt der Abstand zur Wand, passt auch das Fundament der Musik.

Wandlerfunktion mit Funkbrücke verbunden

Zudem macht die Funk-Wandler-Kombination ihre Sache tadellos. Um der Wiedergabe den letzten Schliff zu verpassen, sollte der Rechner allerdings mit einem Software-Musikplayer arbeiten, der Tondateien mit hoher Auflösung verarbeiten kann. Wir haben den Audirvana-Plus-Player (um 80 Euro für Mac) verwendet, der mit der Möglichkeit aufwartet, Dateien in CD-Auflösung auf höhere Abtastraten hochzurechnen (Fachbegriff: Upsamling). Wir empfehlen die Einstellung: „Nur zweifaches Upsampling“. Das Klanggeschehen wirkt durch diese Nachbehandlung noch ein bisschen größer, voller und lebendiger.