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Apple verkauft Millionen iPhones nach China

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Der iPhone-Konzern erhält Zugang zum Netz des größten Mobilfunkanbieters der Welt. Davon dürften die Aktionäre beider Unternehmen kräftig profitieren.

Nach jahrelangen Verhandlungen haben Apple und China Mobile, also der bekannteste Informationstechnikhersteller und der größte Mobilfunkanbieter der Welt, endlich eine Zusammenarbeit in China vereinbart. Das Land ist der führende Telekommunikations- und Computermarkt auf der Erde.

Neben China Unicom und China Telecom, den beiden anderen Mitgliedern des staatlichen Mobilfunk-Oligopols in China, wird Marktführer China Mobile erstmals iPhones ins Programm aufnehmen. Spekuliert worden war darüber schon länger, zu Wochenbeginn haben die beiden Hersteller die Vertragsunterzeichnung bestätigt.

Apple erhalte Zugang zu den 760 Millionen Kunden von China Mobile, hieß es in einer Erklärung. Der Vorstandsvorsitzende von Apple, Tim Cook, nannte China „einen extrem wichtigen Markt“- tatsächlich ist er schon der zweitgrößte für das Unternehmen hinter der Heimat Amerika.

Fachleute erwarten, dass die Kooperation Apple Umsatzzuwächse in Milliardenhöhe bescheren wird. Auch China Mobile dürfte profitieren, das im Geschäft mit mobilen Downloads ins Hintertreffen geraten war. Beide Vertragspartner sahen sich zuletzt von der Konkurrenz in die Zange genommen, die Aktienkurse notieren weit entfernt von ihren Höchstständen.Gehakt hatte der Geschäftsabschluss unter anderem an dem Übertragungsstandard von China Mobile, der mit keinem anderen kompatibel ist. Jetzt aber haben Chinas Behörden die neue, schnellere Netzgeneration (4G/LTE) genehmigt, die Apple akzeptiert.

Für Apple ist der Deal ein riesiges Weihnachtsgeschenk. Die Kunden von China Mobile müssen allerdings auf das iPhone noch warten, es kommt erst am 17. Januar in die Geschäfte. Nichts mehr also für den Christbaum, wie spekuliert worden war, dafür aber kommt das Gerät rechtzeitig zu den in Fernost viel wichtigeren Feiertagen heraus: Chinesisch-Neujahr wird Ende Januar, Anfang Februar gefeiert.

Für asiatische Anleger wird die Stimmung zu den christlichen Feiertagen noch einmal etwas fröhlicher. Die meisten Aktienmärkte verzeichnen heute Kursgewinne, selbst auf den zuletzt arg gebeutelten chinesischen Handelsplätzen ist die Talfahrt vorerst gestoppt.

Der Grund dafür ist, dass die amerikanische Wirtschaft offenbar stärker wächst als erwartet. Außerdem hat der Weltwährungsfonds IWF seine Prognose für die Entwicklung der größten Volkswirtschaft auf dem Planeten erhöht. Der Regionalindex MSCI Asia Pacific (ohne Japan) legt deshalb 0,4 Prozent zu.

Das ist die versöhnliche Botschaft zu Weihnachten: Wenn sich China und Amerika zusammenraufen, dann geht es bergauf. Apple und China Mobile machen für sich, ihre Kunden und Anleger vor, wie alle davon profitieren können.