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Kaufen Sie das größte Mobilfunkunternehmen der Welt!

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China Mobile darf seine superschnellen Netze für 500 Millionen Nutzer in Betrieb nehmen. Wenn man jetzt auch noch das iPhone anbietet, dürfte der Aktienkurs endlich steigen.

Haben Sie, liebe Anleger, schon einmal daran gedacht, Aktien von China Mobile zu kaufen? China wer? mögen sich jetzt manche fragen, denn international ist der Konzern kaum bekannt. Dabei ist er nach seiner Kundenzahl der größte Mobilfunkbetreiber der Welt im größten Computer-, Handy- und Smartphone-Markt der Welt. In China sind 1,2 Millionen mobile Endgeräte angemeldet, mehr als die Hälfte davon über China Mobile. Gut ein Drittel aller Smartphones werden in der Volksrepublik verkauft.

Soeben haben die staatlichen Oligopol-Unternehmen China Mobile, China Unicom und China Telecom von der Regierung die nötigen Lizenzen erhalten, um ihre superschnellen UMTS-Netze der vierten Generation (4G) in Betrieb zu nehmen. Allein China Mobile möchte bis Jahresende 200.000 Übertragungsstationen freischalten, um den neuen Dienst 500 Millionen Kunden in 100 Städten anzubieten.

Die tatsächliche Nutzung dürfte zunächst viel geringer ausfallen. Aber mittelfristig rechnen Fachleute damit, dass China auch im 4-G-Standard führend sein wird. Bis 2019 werden 700 Millionen Nutzer erwartet. Das Verfahren ist mindestens fünfmal schneller als im gegenwärtigen 3G-Netz. Die Ladegeschwindigkeit beträgt bis zu 100 Megabits pro Sekunde- eine deutsche Festnetz-DSL-Verbindung schafft höchstens 32MB/s.

Chinesen sind versessen auf Smartphones

Über 4G lassen sich auch längere Filme und hochauflösende Graphiken, Spiele oder Fotostrecken mobil nutzen. China Mobile erhofft sich davon verstärkte Online-Aktivitäten seiner Abonnenten und letztlich – trotz der hohen Investitionen von 12 Milliarden Euro in die neue Infrastruktur – höhere Gewinne. Das könnte aufgehen, denn die Chinesen sind ganz versessen auf ihre Smartphones und Tablet-Computer.

Schon gestern haben sich einige Anleger auf Aktien von China Mobile und andere Telekom-Papiere gestürzt, die in Hongkong notiert werden. Nachdem die Kurse vielversprechend gestiegen sind, haben die Investoren heute Kasse gemacht. Dadurch sinken die Kurse in Hongkong und an den Festlandsbörsen. Auch der Regionalindex MSCI Asia-Pacific tritt in Tokio lustlos auf der Stelle.

Doch es bleibt viel Musik im chinesischen Mobilfunkmarkt. Die Kurse der Telekom-Aktien im Leitindex CSI 300, der die wichtigsten Titel in Schanghai und Shenzhen berücksichtigt, sind im laufenden Jahr um 37 Prozent gestiegen. Das war die zweitstärkste Branche in dem Index, der insgesamt rund 4 Prozent verloren hat.

China Mobile allerdings trödelt weit hinterher, seine Aktien haben seit Jahresbeginn fast 7 Prozent an Wert eingebüßt. Angesichts der geringen Bewertung könnte es aber eine gute Zeit sein, um einzusteigen. Zumal das Unternehmen die beiden wichtigsten Schwachstellen, für welche es die Aktionäre bisher bestraft haben, jetzt in Angriff nimmt:

Der schwächer gewordenen Downloadbereitschaft will man mit dem attraktiven 4-G-Standard begegnen. Außerdem soll es endlich eine Vereinbarung mit Apple geben, um das iPhone ins Programm aufzunehmen. Die Wettbewerber Unicom und Telecom bieten es bereits erfolgreich an, China Mobile scheiterte bisher daran, dass es eine eigene Übertragungstechnik nutzt, auf die sich Apple nicht einlassen wollte.

Apple braucht China Mobile und umgekehrt

Das neue 4-G-Verfahren möchten sich aber auch die Amerikaner nicht entgehen lassen, so dass es vermutlich im kommenden Jahr ein iPhone geben wird, das sich im superschnellen Netz von China Mobile nutzen lässt. Apple kann an dem Riesenkonzern nicht vorbei, wenn es im chinesischen Smartphone-Markt nicht noch weiter abgehängt werden will als ohnehin schon.

China Mobile hat knapp 760 Millionen Mobilkunden. Das sind mehr Menschen als in jedem anderen Land der Erde leben, mit Ausnahme von Indien. Zwar könnte der Jahresüberschuss 2013 wegen der hohen 4-G-Investitionen um 2 Prozent fallen. Er beträgt dann aber immer noch 126 Milliarden Yuan oder 15 Milliarden Euro.

Das entspricht etwa dem Gewinn von Europas größtem Autobauer Volkswagen aus dem Jahr 2011, dem mit Abstand profitabelsten deutschen Unternehmen. Falls Ihr Depot mit der VW-Aktie gut gefahren ist, könnte es demnächst vielleicht auch mit dem Papier von China Mobile zulegen.