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Das Tablet mit dem Füßchen

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Das neue „Yoga Tablet“ bringt den Standfuß gleich mit. Er ist sogar das wichtigste Designmerkmal dieses Android-Gerätes. Lenovo ist nun im Tablet-Markt angekommen.

Das erste und einzige Zubehör, das wir für das iPad Mini gekauft haben, ist eine kleine Halterung, um den Tablet PC auf dem Schreibtisch aufzustellen. So bleibt das Display im Blick, wenn beispielsweise das Fernsehprogramm auf dem iPad wiedergegeben wird. Offenbar waren wir mit dieser Idee nicht allein: Das neue „Yoga Tablet“ von Lenovo bringt den Standfuß gleich mit, er ist sogar das wichtigste Designmerkmal dieses Android-Gerätes. Das Yoga Tablet kommt in zwei Größen, mit einem 8-Zoll-Display (20 Zentimeter) oder mit 10 Zoll (25 Zentimeter), beide Anzeigen lösen jedoch nur mit 1280 × 800 Pixel auf, die Boliden wiegen 400 oder 600 Gramm.

Das Interessante sind indes nicht die technischen Daten, sondern das zylinderförmige dicke Ende, das zugleich den Akku aufnimmt. Die Rundung ist nicht nur ein schöner Griff zum Halten in der linken oder rechten Hand. Mit der asymmetrischen Gewichtsverteilung fühlt sich das Gerät zudem leichter an, wenn es an seinem dicken Ende gehalten wird. Dort ist gleich ein drehbares Flügelchen eingebaut, auf dem das Tablet sicher steht. Der Neigungswinkel lässt sich stufenlos vorgeben, und da sich der Displayinhalt automatisch mitdreht, kann das Yoga fast jede nur denkbare Position einnehmen. Nur steht eventuell auch der Lenovo-Schriftzug auf dem Kopf.

Zwischen Gehäuse und Flügel befindet sich der Einschub für Speicherkarten (Micro SD) und gegebenenfalls die Micro-Sim-Karte in der Mobilfunkvariante. Die Verarbeitungsqualität mit viel Aluminium und Metall ist außerordentlich gut.

Der Android läuft mit der nicht ganz aktuellen Betriebssystemversion 4.2.2, was jedoch kein Beinbruch ist. „Android pur“ ist es allerdings nicht, aber die Zahl nerviger Gratisbeigaben hält sich in Grenzen. Die technischen Daten sind ganz in Ordnung, ein Quadcore-Prozessor mit 1,2 Gigahertz sorgt für hinreichendes Tempo. Apps öffnen sich flott ohne Ruckler oder Aussetzer. Aktuelle 3D-Spiele sollte man dem Flachmann allerdings nicht zumuten. Ein Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte für den Nutzer stehen zur Verfügung. Zwei Kameras sind eingebaut, die rückwärtige, ungünstig im Akkugriff untergebracht, löst mit 5 Megapixel auf. Bluetooth 4.0 ist an Bord, und mit USB OTG (on the go) kann man mit dem passenden Adapter problemlos externe Speichermedien anschließen. Bis zu 18 Stunden soll der Akku beider Geräte durchhalten, wir halten das für eine realistische Angabe. Ein iPad schafft rund 10 Stunden.

Im Vergleich mit den beiden iPad-Baureihen ist das von uns erprobte kleinere Yoga durchaus eine Alternative zum iPad Mini der ersten Generation. Der Preis von 230 Euro in der W-Lan- oder 280 Euro in der Variante mit Mobilfunk ist sehr attraktiv. Auch das Yoga Tablet 10 ist günstig, hier liegen die Preise bei 300 und 350 Euro. Aber das größere Tablet bietet weder eine höhere Auflösung noch mehr Tempo, so dass hier die Unterschiede zu einem aktuellen iPad Air sofort sichtbar sind. Insgesamt aber wird dieser Lenovo ein Erfolg. Nach vielen Irrwegen sind die Chinesen nun im Tablet-Markt angekommen.