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Apple, Foxconn und Chinas Kommunisten

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Die Führung der Kommunistischen Partei Chinas berät bis Dienstag wichtige Wirtschaftsreformen. Ein Thema wird die Exportabhängigkeit des Landes sein. Am Beispiel Foxconns zeigt sich, worum es geht.

Chinas starke Ausrichtung auf den Export und die Förderung der Großindustrie macht die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt beim Wirtschaftswachstum stark abhängig von einigen Großen in der Branche – auch vom amerikanischen Konzern Apple.

Das Beispiel des Apple-Auftragsfertigers Foxconn, ein Unternehmen des Hon Hai-Konzerns aus Taiwan, zeigt, wie riskant die chinesische Abhängigkeit vom Export ist. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres war der Export von Elektronik der wichtigste Wachstumstreiber in der Volksrepublik. Um 17,7 Prozent legten die Ausfuhren in den ersten zehn Monaten dieses Jahres im Vergleich zu 2012 zu. Insgesamt wuchsen Chinas Exporte im Oktober um 5,6 Prozent.

Foxconn macht 6,3 Prozent der Exporte aus

In der Region Henan trug der weltweite Boom der Smartphones und Elektronikprodukte dazu bei, dass die Exporte gar um 19,8 Prozent zulegten. Hier hat die wichtigste Fabrik von Foxconn ihren Sitz, die vor allem iPhones und Tablets für den amerikanischen Apple-Konzern fertigt. Hon Hai, der mit Abstand weltweit größte Auftragsfertiger der Elektroindustrie fertigt in der Hauptstadt der Provinz, in Zjengzhou, seit 2011 iPhones für Apple. Die Tagesproduktion liegt bei 200.000 Smartphones. 200.000 Arbeiter sind hier beschäftigt. Insgesamt beschäftigt Foxconn in China mehr als eine Million Arbeiter.

Foxconn ist ein Grundpfeiler der Exportstärke der Volksrepublik. Obwohl die schlechten Arbeitsbedingungen bei dem taiwanesischen Unternehmen weltweit immer wieder für Schlagzeilen sorgten, exportierte das Unternehmen 2012 Waren im Wert von 129,5 Milliarden Dollar aus der Volksrepublik – das sind 6,3 Prozent aller chinesischen Exporte.

Vietnam wird wegen niedriger Löhne zum Konkurrenten

Allein diese Zahlen zeigen, wie stark sich die Führung in Peking von diesem Exportmodell abhängig gemacht hat. Dass sie am Dienstag zum Ende ihrer Tagung beschließen dürfte, das Wachstum künftig stärker über die Binnennachfrage zu suchen, dürfte auch mit den jüngsten Entscheidungen von Marktgiganten wie Foxconn zu tun haben. Arbeiter in den chinesischen Foxconn-Fabriken verdienen derzeit umgerechnet rund 492 bis zu 623 Dollar im Monat.

Das liegt deutlich über den Löhnen in südostasiatischen Nachbarländern wie Vietnam, Myanmar oder Indonesien. Auch die Foxconn-Muttergesellschaft Hon Hai richtet sich daher immer stärker Richtung Vietnam aus. Das zeigt, wie stark auch der Erfolg der kommunistischen Führung in Peking vom Erfolg von Apple und Foxconn abhängig ist – und wie groß der Druck ist, sich bis Dienstag auf Wirtschaftsreformen zu verständigen.