
Die Friedensnobelpreisträgerin Tawakul Karman hat ihr Preisgeld vollständig gespendet. Einen Scheck über 500.000 Dollar übergab sie einem Hilfsfond für Familien, deren Angehörige bei den Unruhen während des Arabischen Frühlings in Jemen ums Leben gekommen sind.
Die Friedensnobelpreisträgerin Tawakul Karman hat ihr Preisgeld aus dem Jahr 2011 vollständig gespendet. Sie übergab in der vergangenen Woche einen Scheck über 500.000 Dollar an einen Fond, der Familien unterstützt, deren Angehörige bei den Unruhen während des Arabischen Frühlings in Jemen ums Leben gekommen sind.
Der Hilfsfond wurde von Jemens Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegründet. Der Präsident lobte Karmans humanitäres Engagement, wie die staatliche jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtete. Nobelpreisträgerin Karman sagte demnach, die Spende ihres Preisgeldes sei eine Würdigung der Jugend, die sich selbst während der Revolution geopfert habe, um den Wandel voranzutreiben und Freiheit und Gerechtigkeit zu etablieren.
Tawakkul Karman hatte sich während der Proteste gegen den damaligen jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih engagiert. Sie war mehrmals verhaftet worden, kehrte jedoch immer wieder an die Spitze der Demonstrationen zurück und sorgte dafür, dass sich mehr als zehntausend Frauen an den Kundgebungen beteiligten. Dafür erhielt sie 2011 den Friedensnobelpreis. Salih hatte im Jahr 2011 schließlich auf das Amt des Präsidenten verzichtet. Abd Rabbo Mansur Hadi war daraufhin 2012 in das Amt gewählt worden.
Das Nobelpreiskomitee hob in seiner Begründung den gewaltfreien Kampf Karmans für die Sicherheit von Frauen und das Recht der Frauen, sich an der Arbeit um den Frieden zu beteiligen. Karman teilte sich den Preis mit Ellen Jonson Sirlaf und Leymah Gbowee aus Liberia. Sie ist die erste Frau aus dem arabischen Raum, die diesen Preis erhielt.
