
Über die Vorzüge des Digitalempfangs muss man nicht diskutieren. Die modernere Technik sorgt für klarere Klänge ohne Rauschen. Warum also nicht digitales Küchenradio von Pure für 130 Euro?
Als Radios noch Grundig hießen oder Saba, steckten sie vorzugsweise in schmucken Holzgehäusen. Bis heute kam das dekorative Material nie ganz aus der Mode, ebenso wenig wie die Geräteart: Ein neues Küchenradio von Pure, Evoke D2 genannt und für 130 Euro zu haben, ist der lebende Beweis. Der moderne Nachfahre des Dampfradios umgibt sich mit Walnussholz, er geriet allerdings viel handlicher als die Vorbilder: Seine Front ist nicht viel größer als die Fläche einer Hand. Zwei Drittel des Gerätevolumens nimmt der Lautsprecher in Anspruch. Eine Bassreflexöffnung auf der Rückseite soll ihm zusätzlichen akustischen Tiefgang verleihen.
In der Elektronik-Abteilung des Geräts teilen sich zwei Empfänger-Generationen die Arbeit: Eine empfängt nach alter Väter Sitte UKW-Sender, die andere digital ausgestrahlte Programme nach den Standards DAB und DAB Plus. Zehn Stationsspeicher – vier davon über Tasten direkt zugänglich, die übrigen über einen Drehknopf anwählbar – halten die Lieblingssender fest. Vor dem ersten Digitalempfang muss das Gerät einen kurzen Suchlauf starten- danach behält es automatisch, welche Stationen mit der eingebauten Teleskopantenne erreichbar sind.
Über die Vorzüge des Digitalempfangs muss man nicht mehr lange diskutieren: Die modernere Technik sorgt für klarere Klänge ohne Rauschen, begleitend ausgestrahlter Text, den das Evoke-Radio in seinem zweizeiligen, bläulich leuchtenden Display als Laufschrift zeigt, informiert über das Programm. Bis heute hat Digitalradio noch nicht überall die Sendervielfalt des UKW-Angebots erreicht, aber allein die im ganzen Land über DAB Plus ausgestrahlten Kultur- und Info-Programme von Deutschlandfunk und Deutschlandradio sprechen für ein Gerät mit digitalem Empfangsteil.
Das Radio-Kästchen kann auch Kontakt mit externen Zuspielern wie dem iPhone aufnehmen. Dazu hält es auf seiner Rückseite eine Mini-Klinkenbuchse bereit. Ein weiterer Anschluss dieser Art dient zum Anschluss eines Kopfhörers. Das mitgelieferte Steckernetzteil versorgt das Gerät mit Strom. Wer mag, kann für etwa 30 Euro noch einen passenden Lithium-Akku anschaffen. Ein spezielles Fach auf der Rückseite des Radios nimmt den Stromspeicher auf. Für seinen Einsatz in der Küche bringt der kompakte Musikant sogar einen Timer mit, der rechtzeitig signalisiert, wann die Kartoffeln vom Herd müssen. Man kann das Gerät auch als Radiowecker im Schlafzimmer einsetzen.
Uns hat das kleine Radio zudem mit seiner Klangqualität überzeugt. Zwar spielt es nur mit einem einzigen, gerade einmal acht Zentimeter großen Lautsprecherchassis, aber damit produziert es angenehm warme Töne – ein bisschen mittenbetont zwar, aber doch recht harmonisch. Und wenn der Nachrichtensprecher vom Geschehen des Tages berichtet, freut sich der Zuhörer über eine natürliche, gut verständliche Wiedergabe der Stimme.
