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Google präsentiert das Nexus 5

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Das neue Google-Smartphone von LG ist auf dem Markt. Das Nexus 5 wird lediglich auf der Homepage präsentiert. Es kann ab sofort im Play Store bestellt werden. Das neue Android-Betriebssystem „KitKat“ ist damit auch offiziell.

Was war das ein Stochern im Nebel. Seit Wochen spekulierten Blogs über das Veröffentlichungsdatum des neuen Smartphones von Google. Letztlich am nächsten dran war Caschys Blog, weil er von einigen Saturn-Filialen erfahren hatte, dass sie gerade mit dem neuen Google-Smartphone beliefert würden. Nun ist das Nexus 5 da. Keine Presseeinladung, kein Event, keine Keynote. Ganz anders als Konkurrent Apple – aber mit gleicher Wirkung – präsentiert Google sein neues Smartphone einfach auf seiner Homepage.

Im Gegensatz zum Veröffentlichungstermin waren die Spekulationen über die technischen Details ziemlich exakt. Das lag unter anderem daran, dass das kanadische Mobilfunkunternehmen Wind auf Facebook aus Versehen (!) die Daten für kurze Zeit veröffentlicht hatte. Und diese waren richtig. Ein Blog hatte die Screenshots gespeichert.

Google hat bei den meisten technischen Merkmalen einen draufgelegt. Das Nexus 5 hat im Vergleich zum Vorgänger einen etwas größeren Bildschirm mit 4,95 Zoll. Er hat eine Full-HD-Auflösung, entsprechend der Display-Größe sind das 445 dpi. Das Gorilla-Glas gibt es in der Version 3.

Das Gehäuse ist knapp vier Millimeter länger, einen halben Millimeter dünner und breiter. Und es ist um neun Gramm leichter. Schneller wurde auch der Prozessor. Es ist Qualcomms aktueller Snapdragon 800 mit 2,3 Gigahertz Taktung. Erhöht wurde der interne Speicher. Es geht mit 16 Gigabyte los. 32 Gigabyte sind auch möglich. Der Arbeitsspeicher bleibt mit zwei Gigabyte der gleiche. Die Schnittstellen wurde aktualisiert. W-Lan in der Version „ac“ ist jetzt an Bord. Bluetooth funkt jetzt in vierter Generation. NFC ist weiterhin dabei. Und endlich auch LTE.

Die Auflösung der Kamera hat sich nicht geändert: acht Megapixel hinten und 1,3 Megapixel vorne. Google hat allerdings eine neue Linse eingebaut, die besonders lichtempfindlich sein soll. Die Kamera hat jetzt einen optischen Bildstabilisator. Der HDR+ Modus ist jetzt auch im Nexus integriert, ebenso bietet die Software die Möglichkeit, 360-Grad-Panoramaaufnahmen zu machen.

Mit Android 4.4 versüßt

Mit dem Nexus 5 kommt auch die Version 4.4 des Android-Betriebsystem mit dem Namen „KitKat“. Einige der Neuerungen sind zum Beispiel: Man kann mit der Spracheingabe „OK Google“ direkt auf diverse Anwendungen zugreifen, ohne den Bildschirm berühren zu müssen. Google hat einen „Immersive Mode“ eingeführt, sodass Bücher, Spiele oder Filme bei Bedarf direkt im Vollbildmodus konsumiert werden können. Das Multitasking soll schneller sein. Des Weiteren wurde die Call-App verbessert. Die Kontakte werden dynamisch geordnet, indem die häufig gewählten Kontakte oben stehen. Auch wurde das Öffnen und Speichern von Dateien von Apps direkt in Google Drive effizienter gestaltet.

Der Preis für das Nexus 5 liegt in der 16GB-Version bei 349 Euro, mit 32 Gigabyte sind es 399 Euro. Erhältlich ist es ab sofort im Play Store.

Wie beim Vorgänger hat Google abermals einen Kampfpreis angesetzt. Von den technischen Daten her gesehen, ist es der Oberklasse zuzurechnen. Es hat ein Full-HD-Display, einen schnellen Prozessor, eine gute Kamera und mit LTE, W-Lan ac und NFC alle modernen Schnittstellen. Konkurrenz-Smartphones wie das Samsung Galaxy S4 kosten mindestens 450 Euro. Geräte aus der Oberklasse wie das neue iPhone 5s starten erst jenseits der 600-Euro-Marke.

Ohne das neue Nexus 5 in der Hand gehabt zu haben, muss man feststellen, dass es einen sehr attraktiven Preis hat und sofern die Hard- und Software im Alltag überzeugen sollte, für Android-Fans ziemlich interessant sein dürfte.