
New Yorks Bürgermeister Bloomberg ist für seine Gesundheitspolitik bekannt. Nun will er im Kampf gegen den Tabakkonsum das Mindestalter für den Kauf von Zigaretten auf 21 Jahre anheben.
Wer in New York künftig Zigaretten kaufen will, muss sich in Zukunft mindestens 21 Jahre alt sein. Das hat das Stadtparlament der Millionenmetropole am späten Mittwoch mit 35 gegen 10 Stimmen beschlossen. Das neue Gesetz soll nach Angaben der Zeitung „New York Times“ in einem halben Jahr in Kraft treten.
Es macht New York zur ersten Großstadt in Amerika, die das Mindestalter für den Kauf von Zigaretten und anderen Tabakprodukten von 18 oder 19 auf 21 anhebt.
Die von Bürgermeister Michael Bloomberg geförderte Anti-Tabak-Politik hatte den Anteil jugendlicher Raucher in der Stadt zwischen 2001 und 2007 bereits von 17,6 auf 8,5 Prozent reduziert. Seitdem stagniert die Zahl allerdings, schrieb das Blatt. Von New York ging auch das Rauchverbot in Büros, Restaurants und Bars aus, das seitdem von einigen anderen Ländern übernommen wurde.
Mehr als 7 Euro für eine Packung
Darüber hinaus verbot das Stadtparlament jetzt Sonderangebote für Tabakprodukte. Der Mindestpreis für eine Packung Zigaretten in New York wurde auf 10,50 Dollar (7,62 Euro) festgelegt. Der Präsident des New Yorker Verbandes der Gemischtwarenläden, James Calvin, warnte vor dem Verlust von Tausenden Jobs in seinem Gewerbe.
New York hatte seinen Bürgern in den drei Amtsperioden von Bloomberg eine Reihe gesundheitsfördernder Maßnahmen verordnet. Unter anderem machte es Restaurants und Imbissstuben zur Pflicht, den Kaloriengehalt ihrer Gerichte auf dem Speiseplan anzugeben.
