
China verlangt eine Erklärung von Amerika zu Berichten, nach denen die australische Botschaft in Peking in die amerikanischen Ausspähaktionen einbezogen worden sei.
Die Enthüllungen über weltweite Spionageaktivitäten der amerikanischen Geheimdienste haben nun auch China auf den Plan gerufen. Die chinesische Regierung verlange eine Erklärung von den Vereinigten Staaten zu Berichten, nach denen die australische Botschaft in Peking in amerikanischen Ausspähaktionen einbezogen worden sei, sagte eine Außenamtssprecherin am Donnerstag.
Die australische Zeitung „Sydney Morning Herald“ berichtete, die diplomatischen Vertretungen Australiens in Asien seien Teil des Spionagenetzes der Vereinigten Staaten. Ein Großteil der australischen Diplomaten sei in die Praxis nicht eingeweiht.
China erwarte, dass sich die Mitarbeiter ausländischer Botschaften in China an internationale Vereinbarungen hielten und nicht der Sicherheit oder den Interessen Chinas schadeten, sagte die Sprecherin. China ist ein wichtiger Handelspartner Australiens. Beide Länder verhandeln derzeit über ein Freihandelsabkommen.
Durch Enthüllungen des früheren amerikanischen Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden werden auch die deutsch-amerikanischen Beziehungen belastet. So soll angeblich jahrelang das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgespäht worden sein.
