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Paris löst wichtige Einheit in deutsch-französischer Brigade auf

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Das zur deutsch-französischen Brigade gehörende 110. Infanterieregiment in Donaueschingen wird aufgelöst. Als Grund gab das Verteidigungsministerium in Paris Einsparungen im Haushalt an.

Frankreich löst ein im deutschen Donaueschingen stationiertes Infanterieregiment auf. Die Entscheidung werde im kommenden Jahr umgesetzt, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Paris mit. Hintergrund seien geplante Einsparungen im Verteidigungshaushalt.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) äußerte sich enttäuscht. „Ich bedauere die französische Entscheidung“, sagte de Maizière am Donnerstag in Berlin. Durch den Beschluss des französischen Verteidigungsministeriums zum 110. Infanterieregiment, das zur deutsch-französischen Brigade gehört, werde „der letzte in Deutschland stationierte rein französische Verband aufgelöst“.

Die deutsch-französische Brigade selbst sieht de Maizière aber nicht in Frage gestellt. „Deutschland und Frankreich sind sich einig, dass die besondere Bedeutung der Brigade für die deutsch-französischen Beziehungen unverändert hoch bleibt“, so der Minister. Die Brigade solle weiterentwickelt werden.

Die Auflösung der in Donaueschingen stationierten, für die Brigade besonders wichtigen Einheit hatte sich seit einiger Zeit angedeutet. Militärfachleute auf beiden Seiten des Rheins äußerten die Befürchtung, der Abzug könnte die Zukunft der gesamten Brigade in Frage stellen.