
Die Aktienindizes der Schwellenländer zählen in diesem Jahr zu den schlechteren Indizes. Diese Entwicklung schlägt sich auch in der aktuellen Lipper-Rangliste der „Aktienfonds Schwellenländer“ nieder.
Viele Anleger haben in den vergangenen Monaten ihr Geld aus Schwellenländern abgezogen. Vor allem Spekulationen über ein Ende der sehr lockeren Geldpolitik in Amerika sorgten für einen plötzlichen Anstieg der Risikoscheu zur Jahresmitte. Daher gehören Aktienindizes der „Emerging Markets“ in diesem Jahr auch zu den schlechteren Indizes. Der mongolische MSE-Top-20-Index hat seit Jahresbeginn gut ein Drittel an Wert verloren. Und während der MSCI-World-Aktienindex seither um fast 20 Prozent zugelegt hat, steht für den MSCI-Schwellenländerindex ein Minus von einem Prozent zu Buche.
Diese Entwicklung schlägt sich freilich auch in der aktuellen Rangliste der „Aktienfonds Schwellenländer“ nieder, die das Fondsanalysehaus Lipper für uns erstellt hat. Auf Sicht von sechs Monaten haben die 122 Fonds dieser Kategorie im Durchschnitt 1,6 Prozent an Wert verloren. Nur fünf Fonds der 30 Besten haben in dieser Zeit einen positiven Ertrag erbracht. Dagegen liegt der Drei-Jahres-Ertrag der ausgewählten Fonds in einer weiten Spanne von 3,5 bis 32 Prozent.
Konkurrenz aus dem eigenen Haus
In der Bestenliste sind auch zwei Fonds der Danske Invest Management Company zu finden, die zum dänischen Danske-Bank-Konzern gehört. Auf Rang acht befindet sich der Danske Invest Global Emerging Markets Small Cap mit einem Wertzuwachs von 19 Prozent (binnen drei Jahren). Der Fonds investiert in Aktien kleinerer Unternehmen, die ihren Sitz oder Geschäftsschwerpunkt in Schwellenländern haben und an einer amtlichen Börse notiert sind.
Das Konkurrenzprodukt aus dem eigenen Haus, der Danske Invest Global Emerging Markets, liegt auf Rang 14. Dieser Fonds investiert auch in größere Unternehmen. Er war Ende September zu 15 Prozent in Brasilien engagiert, zu 10 Prozent in Indien und zu 7,6 Prozent in Hongkong. Im Portfolio am höchsten gewichtet waren zuletzt mit einem Drittel Finanzaktien, gefolgt von den Branchen Energie sowie nichtzyklische Konsumgütern, mit jeweils rund 14 Prozent. Zu den größten Aktienpositionen gehörten Samsung Electronics mit einem Portfolioanteil von 4,6 Prozent, China Mobile und die brasilianische Banco Bradesco (je 3,5 Prozent). Der Fonds verfügt über ein Volumen von 888 Millionen Euro.
Der Danske Invest Global Emerging Markets Small Cap war zuletzt ebenfalls zu 15 Prozent in Brasilien investiert, zu fast 10 Prozent in Südafrika und zu 8,5 Prozent in Indien. Auch hier lag der Schwerpunkt auf Finanzwerten und Konsumtiteln. Beide Fonds werden von Devan Kaloo verwaltet.
