
Die geplante einheitliche Abwicklung von Krisenbanken in Europa soll nach den Worten von EZB-Chef Mario Draghi ab 2015 möglich sein.
Auf dem Weg zur Bankenunion in der Europäischen Union soll die Abwicklung von Krisenbanken nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi ab dem Jahr 2015 möglich sein. Die Regelungen dafür sollten bis Anfang übernächsten Jahres in Kraft treten, sagte Draghi am Mittwoch laut Redetext bei einem Auftritt in den Vereinigten Staaten.
Angestrebt war ein Beschluss über den Abwicklungsmechanismus von Banken zum Ende dieses Jahres. Da sich Bundesregierung und EU-Kommission uneins über Abläufe und Zuständigkeiten sind, wird noch um einen Beschluss gerungen. Realistischer ist daher, dass ein Beschluss gerade noch rechtzeitig zum Ende der laufenden Legislaturperiode des Europaparlaments im Frühjahr 2014 zustande kommt. Damit könnte der Mechanismus zum Jahresbeginn 2015 in Kraft treten.
Der Abwicklungsmechanismus ist eine tragende Säule der geplanten Bankenunion, mit der sich Europa besser gegen Finanzkrisen wappnen will. Auf eine gemeinsame Bankenaufsicht, die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelt wird, haben sich die EU-Länder bereits verständigt. Bereits im Herbst 2014 soll die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Arbeit als zentrale Aufsicht über die etwa 130 größten Banken im Euroraum beginnen. Über die ergänzende Abwicklung maroder Banken wollen sich die Beteiligten bis Dezember einigen.
